Die Entwicklungen in der Biomedizin betreffen potenziell alle Menschen und können weitreichende Auswirkungen haben, womit sich automatisch auch Fragen von öffentlichem Interesse stellen. Die öffentliche Diskussion In diesem Dokument und in Artikel 28 des Übereinkommens von Oviedo beschreibt der Überbegriff «öffentliche Diskussion» den diskursiven Austausch im öffentlichen Raum (ausserhalb des berufsbezogenen Kontextes), der es Einzelpersonen und Gruppen ermöglicht, unterschiedliche Interessen in Bereichen, die uns (potenziell) alle betreffen, auszumachen, zu erörtern und miteinander in Einklang zu bringen. kann bei der Erarbeitung von Normen eine wichtige Informations- und Meinungsquelle darstellen und als Orientierungshilfe für die Entwicklung einer Gouvernance In diesem Leitfaden bezieht sich «Governance» auf den verantwortungsvollen Umgang mit Macht oder Befugnissen, mit dem Ziel, Normen und Verhaltensweisen innerhalb von Systemen oder Organisationen festzulegen, zu überwachen und durchzusetzen. Es kann sowohl darum gehen, das Verhalten der Menschen zu lenken sowie auch darum, sicherzustellen, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden. Die Governance kann durch verbindliche und nicht verbindliche Massnahmen (gesetzliche Bestimmungen, Zertifizierungen, Berufsstandards, Verhaltenskodizes, Empfehlungen usw.) zum Tragen gebracht werden. Bei den Governance-Akteuren kann es sich um Akteure aus dem öffentlichen sowie dem privaten Sektor handeln. dienen. Über die öffentliche Diskussion können neue Möglichkeiten zur Beurteilung der Entwicklungen in der Biomedizin gefunden werden, deren Folgen noch ungewiss sind.

 Die öffentliche Diskussion ist wichtig, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Gouvernanz und die Politikentwicklung aufrechtzuerhalten.

 Die öffentliche Diskussion verstärkt die Legitimität und die Unterstützung für ethisch schwierige Entscheidungen.


BEISPIELE :