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Konferenz in Minsk: Weißrussland ist ein Schlüsselfaktor für ein todesstrafenfreies Europa

In Minsk hat heute eine vom Europarat in Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Außenministerium organisierte Konferenz über die Abschaffung der Todesstrafe und die öffentliche Meinung stattgefunden. Bei der Eröffnung der Veranstaltung hielten der stellvertretende weißrussische Außenminister, Jewgeni Schestakow, und die Botschafterin des Vereinigten Königreichs in Weißrussland, Fionna Gibb, eine Rede.

Im Namen des Europarates verwies der Direktor für politische Angelegenheiten, Alexandre Guessel, auf die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen Weißrussland und dem Europarat, insbesondere auf die verstärkte Zusammenarbeit und die Verabschiedung des Aktionsplans für den Zeitraum 2016 und 2017. Wenn der europäische Kontinent eine todesstrafenfreie Zone werden soll, dann liegt der Schlüssel dazu in Weißrussland, betonte er und wiederholte den Appell des Europarates an die Behörden des Landes, als ersten Schritt zur Abschaffung der Todesstrafe ein Moratorium für Hinrichtungen einzuführen. Guessel argumentierte, dass die öffentliche Meinung zwar wichtig ist, Fragen im Zusammenhang mit der Todesstrafe jedoch nicht per Referendum entschieden werden sollten.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter der weißrussischen Regierung und Nationalversammlung, des Sekretariats und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, der EU, der orthodoxen und der katholischen Kirche Weißrusslands, internationaler und weißrussischer Nichtregierungsorganisationen, der Medien und aus der Welt der Wissenschaft teil.

Die Konferenz wurde durch Mittel der britischen Magna-Carta-Stiftung finanziert. (weiter …)

Europarat Minsk 13. Dezember 2016
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