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Europa durch gemeinsames Kulturerbe verbinden
Internationale Auszeichnung für das Europäische Institut für Kulturrouten

„Die Kulturrouten in Europa sind mehr als nur Wege – sie sind Brücken zwischen Menschen, Geschichten und Traditionen“, so der Direktor des Europäischen Instituts für Kulturrouten (EICR), Rui Gomes, diese Woche bei einer Zeremonie in Vila Real (Portugal).

Dabei nahm er im Namen des Europäischen Instituts für Kulturrouten den renommierten 29. internationalen Preis Grupo Compostela–Xunta de Galicia entgegen, mit dem der außergewöhnliche Beitrag des Instituts zur kulturellen Zusammenarbeit und zur Erhaltung des Kulturerbes in Europa gewürdigt wird. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 31. Generalversammlung der Gruppe der Universitäten von Compostela an der Universität Trás-os-Montes und Alto Douro in Vila Real statt.

Solidarität auf dem gesamten Kontinent

In seiner Dankesrede hob Gomes, der auch Exekutivsekretär des Erweiterten Teilabkommens über Kulturrouten des Europarates ist, die anhaltende Bedeutung des 1987 mit der Erklärung von Santiago de Compostela ins Leben gerufenen Programms Kulturrouten des Europarates hervor. Er stellte es als ein lebendiges Netz dar, das den interkulturellen Dialog, demokratische Werte und das Engagement der Gemeinschaft auf dem gesamten Kontinent fördert.

Als Zeichen der Solidarität wird das Preisgeld zur Unterstützung der Teilnahme der Ukraine am Kulturrouten-Programm verwendet, wodurch das Engagement des Europarates für Inklusion und kulturelle Resilienz in Zeiten von Krisen und Kriegen gestärkt wird.

Der seit Compostela zurückgelegte Weg

Die Kulturrouten bieten unzählige Möglichkeiten, die europäische Kulturlandschaft zu entdecken. Das Programm umfasst derzeit 49 zertifizierte Kulturrouten, die sich jeweils mit verschiedenen Themen im Zusammenhang mit dem Gedenken, der Identität und der kulturellen Zusammenarbeit in Europa befassen.

Von den Pilgerwegen nach Santiago de Compostela – der ersten zertifizierten Route – bis hin zu neueren Routen, die Musik, Architektur und Minderheitenkulturen würdigen, bieten sie außergewöhnliche Erlebnisse, die Reisende auf dem gesamten Kontinent miteinander verbinden.

Das Europäische Institut für Kulturrouten (IEIC) ist das technische Organ des Kulturrouten-Programms des Europarates und spielt eine wichtige Rolle bei folgenden Maßnahmen:

  • Förderung von nachhaltigem Tourismus
  • Unterstützung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
  • Erhalt des immateriellen Kulturerbes
  • Förderung der Bildung und des Engagements junger Menschen
  • Stärkung der europäischen Identität

Ein Preis, der den europäischen Werten verpflichtet ist

Der 1996 von der Gruppe der Universitäten von Compostela in Zusammenarbeit mit der Regionalregierung von Galicien ins Leben gerufene internationale Preis würdigt Personen und Institutionen, die die europäische Dimension in Bildung, Kultur, Gesellschaft oder Politik stärken. Er zeichnet zudem Initiativen zur Förderung der europäischen Einheit und zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Jakobswegs aus.

Dank seiner paneuropäischen Ausrichtung und seinem Engagement für die Annäherung der Bevölkerungsgruppen durch ein gemeinsames Erbe ist das Europäische Institut für Kulturrouten ein perfektes Beispiel für die Umsetzung dieser Werte und verdient es, mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden.


 Die 49 zertifizierten Kulturrouten entdecken

 29. internationaler Preis Grupo Compostela–Xunta de Galicia [EN]

 Europäisches Institut für Kulturrouten

 Jakobswege nach Santiago de Compostela


 

Kulturrouten des Europarates Portugal 16. September 2025
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