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Wie sich Covid-19 auf die geistige Gesundheit in Strafvollzug und Bewährungshilfe auswirkt

Europarat Strassburg 17. September 2021
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Wie sich Covid-19 auf die geistige Gesundheit in Strafvollzug und Bewährungshilfe auswirkt

Am 20. und 21. September findet in Funchal auf Madeira (Portugal) die jährliche Konferenz des Europarates der Direktorinnen und Direktoren von Strafvollzugsbehörden und Bewährungsdiensten statt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die geistige Gesundheit von Straftätern und Personal sowie die verstärkte Nutzung neuer Technologien. Die Konferenz wird gemeinsam von den portugiesischen Strafvollzugsbehörden und Bewährungsdiensten veranstaltet und steht unter dem Motto „Oberhand über die Pandemie gewinnen“. Die Teilnehmenden werden analysieren, wie sich die Pandemie auf die geistige Gesundheit der Straftäter und des Personals ausgewirkt hat und welche Lehren daraus zu ziehen sind, besonders im Hinblick auf den Umgang mit Straftätern mit geistiger Behinderung und psychischen Störungen.

Ein weiteres Thema werden die ethischen und organisatorischen Gesichtspunkte der verstärkten Nutzung neuer Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe sein. In dieser Hinsicht war während der Pandemie eine rasche Entwicklung zu beobachten. Ebenso diskutiert werden Statistiken zu Covid-19, die in den vergangenen Monaten in Gefängnissen erhoben wurden. Die Teilnehmenden werden sich zudem mit dem Umgang mit Personen befassen, die einer Sexualstraftat beschuldigt werden oder deswegen verurteilt wurden. Zu diesem Thema arbeitet das Ministerkomitee des Europarates derzeit eine Reihe von Empfehlungen aus, die den innerstaatlichen Behörden als Leitlinien für ihre Gesetzgebung, Politik und Praxis dienen soll.

Eröffnet wird die Konferenz von: Francisca Van Dunem, portugiesische Justizministerin; Christian Meuwly, Ständiger Vertreter der Schweiz beim Europarat und Vorsitzender der Berichterstattungsgruppe des Ministerkomitees für rechtliche Zusammenarbeit; Jan Kleijssen, Direktor des Europarates für Informationsgesellschaft und Verbrechensbekämpfung; Jorge Carvalho, Sekretär für Bildung, Wissenschaft und Technik der Regionalregierung von Madeira; sowie Irineu Barreto, Vertreter der Republik für die autonome Region Madeira. Der Vorsitzende des Antifolterkomitees (CPT), Alan Mitchell, wird den Einführungsvortrag halten.


 Programm


 Website zur Konferenz [EN]


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