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Verteidiger der benachteiligten Bevölkerung der „Unberührbaren“ in Indien erhält Raoul-Wallenberg-Preis

Raoul-Wallenberg-Preis Strassburg 17. Januar 2022
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Verteidiger der benachteiligten Bevölkerung der „Unberührbaren“ in Indien erhält Raoul-Wallenberg-Preis

Vincent Raj Arokiasamy, Gründer der Organisation „Evidence“ in Indien, hat den Raoul-Wallenberg-Preis für seine außergewöhnliche Entschlossenheit und Beharrlichkeit in seinem Kampf zur Verbesserung der Situation der Dalit erhalten, die traditionell als „Unberührbare“ bezeichnet werden.

„Vincent Raj Arokiasamy hat sein Leben riskiert, um einem außerordentlich benachteiligten Teil der indischen Bevölkerung zu helfen, deren Not von der nationalen und internationalen Gemeinschaft häufig ignoriert wird. Sein Engagement bei der Verteidigung der Menschenrechte mit unglaublicher Entschlossenheit und ausgesprochener Widerstandskraft und sein Mut bei den Aktivitäten für die sogenannten ‚Unberührbaren‘ spiegeln voll und ganz den Geist und die Werte des Raoul-Wallenberg-Preises wider“, erklärte die Generalsekretärin des Europarates, Marija Pejčinović Burić.

Vincent Raj Arokiasamy hat enormen Mut bewiesen und große Gefahr für sein eigenes Leben und das seiner Familie in Kauf genommen. Er hat rund 25.000 Opfer in 3.000 Fällen von Menschenrechtsverletzungen gerettet. Daher muss er getrennt von seiner Familie leben, um sie zu schützen. Er hat sein Leben der Gerechtigkeit für die Dalit und andere Gruppen, die kaum gehört werden, gewidmet.

Die feierliche Preisverleihung findet am Mittwoch, den 19. Januar um 12:30 Uhr MEZ im Hybrid-Format statt. Die Veranstaltung wird live übertragen und zu den Rednern zählen die Generalsekretärin, der Jury-Präsident und der Preisträger. Nach der Feier wird der Dokumentarfilm von József Sipos über das Leben von Raoul Wallenberg „The Lost European“ gezeigt. Dieser Film kann bis 23. Januar kostenlos gestreamt werden. Dies wird durch die Unterstützung der Ständigen Vertretung Ungarns beim Europarat gewährleistet.

Am 17. Januar jährt sich die Festnahme von Raoul Wallenberg in Budapest im Jahr 1945. Der schwedische Diplomat nutzte seinen Status, um Zehntausende Juden vor dem Holocaust zu retten. Sein Handeln zeigt, dass der Mut und die Fähigkeiten einer Person tatsächlich einen Unterschied bewirken können. Im Jahr 2014 hat der Europarat auf Initiative der schwedischen Regierung und des ungarischen Parlaments den Raoul-Wallenberg-Preis geschaffen, um die Erinnerung an seine Errungenschaften am Leben zu erhalten. Der Preis ist mit € 10.000 dotiert und wird alle zwei Jahre in Anerkennung für außergewöhnliches humanitäres Engagement einer Einzelperson, einer Personengruppe oder einer Organisation verliehen.


 Pressemitteilung
Verteidiger der benachteiligten Bevölkerung der „Unberührbaren“ in Indien erhält Raoul-Wallenberg-Preis [EN]


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