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Wallenberg-Preis geht an syrische Ärztin, die unterirdisches Krankenhaus leitete

Raoul-Wallenberg-Preis Straßburg 15. Januar 2020
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Marija Pejčinović Burić und Amani Ballour

Marija Pejčinović Burić und Amani Ballour

Dr. Amani Ballour, eine syrische Kinderärztin, die zwischen 2012 und 2018 ein unterirdisches Krankenhaus in Ost-Ghuta leitete und heute als Flüchtling in der Türkei lebt, erhält für ihren Mut, ihre Tapferkeit und ihren Einsatz für die Rettung Hunderter Menschen während des Bürgerkriegs in Syrien den Raoul-Wallenberg-Preis des Europarates.

„Menschenrechte und Menschenwürde sind kein Luxus, den man sich nur in Friedenszeiten erlauben kann. Dr. Ballour ist ein Beispiel für das Einfühlungsvermögen, die Tugend und das Ehrgefühl, die auch unter schlimmen Umständen gedeihen können: inmitten von Krieg und Leid“, erklärte die Generalsekretärin des Europarates, Marija Pejčinović Burić.

 

 

Kurz nach Abschluss ihres Studiums begann Dr. Ballour, als Freiwillige bei der Versorgung Verwundeter zu helfen, und leitete schließlich ein paar Jahre später in ihrer Heimatstadt Duma nahe der syrischen Hauptstadt ein rund 100-köpfiges Team in einem unterirdischen Krankenhaus.

„Die ‚Höhle‘ wurde zu einem Ort der Hoffnung und Sicherheit für die Bevölkerung der eingeschlossenen Stadt. Dr. Ballour riskierte die eigene Sicherheit, um die zu unterstützen, die am dringendsten Hilfe benötigten. Sie und andere handelten Tag für Tag, um zahlreiche Menschenleben zu retten, auch von Kindern, die unter den Folgen chemischer Waffen litten“, fügte die Generalsekretärin hinzu.


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