Die zunehmenden Herausforderungen, wie die Notwendigkeit, KI-basierte Computerkriminalität und Cybergewalt zu bekämpfen, illegale Finanzströme und virtuelle Vermögenswerte aufzuspüren, den Schutz von Kindern im Internet zu verbessern und elektronische Beweismittel für die grenzüberschreitende Strafverfolgung zu nutzen, betreffen Afrika ebenso wie andere Kontinente, einschließlich Europa. Computerkriminalität kennt keine Grenzen. Das Spektrum dieser Bedrohungen steht im Mittelpunkt des dritten Afrikanischen Forums über Computerkriminalität und elektronische Beweismittel, das diese Woche stattfindet.
Zu dem Forum, das vom Europarat und der Europäischen Union in Zusammenarbeit mit der kenianischen Regierung organisiert wird, kommen vom 25. bis 27. November mehr als 350 Vertreterinnen und Vertreter aus über 35 afrikanischen Ländern in Nairobi (Kenia) zusammen, um neue Bedrohungen im Zusammenhang mit der Computerkriminalität zu erörtern. Einige Sitzungen des Forums werden sich auch mit den operativen Instrumenten befassen, die zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den afrikanischen Staaten bei der Bekämpfung der Computerkriminalität erforderlich sind.
Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Computerkriminalität
Aufbauend auf dem Erfolg der ersten beiden Ausgaben des Forums, die 2018 und 2021 stattfanden, wird das diesjährige Forum offene Diskussionen und den Wissensaustausch zwischen afrikanischen Ländern fördern. Es wird als Plattform dienen, um nationale und regionale Kapazitäten im Einklang mit den internationalen Normen des Übereinkommens des Europarates über Computerkriminalität (Budapest-Konvention) zu stärken und den Schutz der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit im Cyberspace zu gewährleisten.
Afrika: Eine boomende digitale Wirtschaft
Die rasante digitale Transformation Afrikas – eines Kontinents mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern und einer der dynamischsten Digitalwirtschaften der Welt – bietet große Chancen, birgt aber auch wachsende Risiken im Zusammenhang mit Cyberbedrohungen. Computerkriminalität kostet den Kontinent derzeit mehr als 4 Milliarden Dollar pro Jahr und betrifft sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Seit 2018 ist das Afrikanische Forum über Computerkriminalität eine der Säulen der Zusammenarbeit zwischen afrikanischen politisch Verantwortlichen, Strafverfolgungsbehörden und internationalen Partnern zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Diese Initiative fördert die Entwicklung wirksamer Rechtsrahmen und von Fachkompetenzen sowie die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Computerkriminalität und der elektronischen Beweismittel.
Das Forum ist Teil einer umfassenderen Partnerschaft zwischen der Kommission der Afrikanischen Union (noch zu bestätigen), der Europäischen Union und dem Europarat, die darauf abzielt, afrikanische Länder bei der Entwicklung wirksamer Maßnahmen gegen Computerkriminalität zu unterstützen und den Schutz der Rechte im digitalen Zeitalter zu gewährleisten.
Programm und Live-Übertragung [EN]
Der Europarat und Computerkriminalität [EN]
Der Europarat und andere internationale Organisationen [EN]

