Angesichts der weltweit steigenden Zahl von Hinrichtungen und der Initiativen zur Ausweitung der Anwendung der Todesstrafe bekräftigt das Ministerkomitee seine absolute Ablehnung der Todesstrafe und fordert in einer Reihe von Entscheidungen, die es bei seiner Sitzung am 7. Oktober verabschiedet hat, weitere Anstrengungen zu ihrer universellen Abschaffung.
Die Mitgliedsstaaten verurteilen insbesondere die Lage im Iran, die Wiederaufnahme der Hinrichtungen in Japan und deren Zunahme in den Vereinigten Staaten sowie die Ausweitung des Anwendungsbereichs der Todesstrafe durch Israel. Sie warnen auch vor Debatten über die Wiedereinführung der Todesstrafe in Ländern, die sie abgeschafft haben.
Das Ministerkomitee fordert Belarus, das letzte Land Europas, das die Todesstrafe anwendet, erneut auf, alle Hinrichtungen bis zur vollständigen Abschaffung auszusetzen und die in seinen Rechtsvorschriften vorgesehenen Ersatzstrafen anzuwenden.
Es unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und der Sensibilisierung junger Menschen und begrüßt insbesondere die Abschaffung der Todesstrafe im Libanon und die Abhaltung des nächsten Weltkongresses gegen die Todesstrafe in Marokko im Jahr 2029.
Darüber hinaus erinnert das Ministerkomitee daran, dass es im Jahr 2027 30 Jahre her sein wird, dass in den 46 Mitgliedsstaaten zuletzt eine Hinrichtung zu verzeichnen war.

