Die Martynas-Mažvydas-Nationalbibliothek veranstaltet heute in Vilnius die erste Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der Informationsstelle des Europarates für die Bevölkerung von Belarus organisiert wird. Anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe, der am 10. Oktober begangen wurde, sind die Themen der Veranstaltung die Abschaffung der Todesstrafe und der Sonderfall Belarus.
Die Informationsstelle des Europarates für die Bevölkerung von Belarus, die Generalsekretär Alain Berset und der litauische Außenminister, Kęstutis Budrys, am 12. Mai 2026 in Vilnius eröffnet haben, sowie die heutige Veranstaltung gehören zu den Aktivitäten der Kontaktgruppe des Europarates für die Zusammenarbeit mit den demokratischen Kräften und der Zivilgesellschaft von Belarus.
Treffpunkt für die demokratischen Kräfte und die Zivilgesellschaft von Belarus
Der Sonderkoordinator der Informationsstelle, Jerzy Baurski, erklärte bei der Eröffnung der Veranstaltung: „Mein Ziel als Sonderkoordinator der Informationsstelle des Europarates für die Bevölkerung von Belarus in Vilnius ist es, hier einen Treffpunkt für die demokratischen Kräfte von Belarus, die Fachleute des Europarates, die diplomatische Gemeinschaft, die Zivilgesellschaft und die Jugend zu schaffen. Der Europarat kann sich so der Bevölkerung von Belarus nähern und diese Präsenz nutzen, um die von der Kontaktgruppe des Europarates für die Zusammenarbeit mit den demokratischen Kräften und der Zivilgesellschaft von Belarus vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Arbeiten wir gemeinsam an der Förderung europäischer Werte und Normen mit Blick auf eine demokratische Zukunft für Belarus.“
Die Leiterin der Abteilung Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Menschenrechte im litauischen Außenministerium, Rasma Ramoškaitė, begrüßte die Teilnehmenden der Veranstaltung. Die in Litauen ansässige Informationsstelle wurde aufgrund einer zwischen dem Europarat und der Regierung der Republik Litauen unterzeichneten Vereinbarung eingerichtet.
Virtueller Rundgang durch Minsk zu Orten im Zusammenhang mit der Todesstrafe
Auf der heutigen Veranstaltung in Vilnius wurde eine neue Website über die Geschichte der Todesstrafe in Minsk gestartet. Das Projekt zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Situation in Bezug auf die Todesstrafe in Belarus durch einen virtuellen Rundgang zu Orten im Zusammenhang mit der Todesstrafe in der Hauptstadt des Landes im 20. und 21. Jahrhundert zu schärfen.
Als Vertreterin des Nationalen Jugendrates von Belarus (RADA) erklärte Julija Ralko: „Die Idee zu dieser Website hatten junge Menschen, die im Mai 2024 im Rahmen der Tätigkeit der Kontaktgruppe an einem vom Europarat und dem RADA organisierten Workshop in Vilnius teilnahmen. Wir freuen uns sehr, dass diese Idee realisiert wird.“
Der Koordinator des Europarates für die Abschaffung der Todesstrafe und Personen, die das Belarussische Helsinki-Komitee und das Kabinett von Swjatlana Zichanouskaja vertraten, nahmen ebenfalls an der Podiumsdiskussion teil. (weiter)

