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Aktuelle Berichte zum Schutz von Regional- und Minderheitensprachen in Österreich, Zypern und Rumänien

Ministerkomitee Straßburg 6. April 2018
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Aktuelle Berichte zum Schutz von Regional- und Minderheitensprachen in Österreich, Zypern und Rumänien

Das Ministerkomitee des Europrates hat am 4. April 2018 die Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen untersucht und auf der Grundlage der länderspezifischen Berichte des Sachverständigenausschusses der Charta Empfehlungen an  ÖsterreichZypern und Rumänien gerichtet.

In Österreich hat sich die Lage laut dem Bericht des Sachverständigenausschusses seit 2012 nicht wesentlich verändert. Die Charta umfasst die Sprachen Burgenlandkroatisch, Romanes, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch. Ihre Bestimmungen werden in den Bereichen Bildung, Justiz, Verwaltung und Kultur aktiver angewandt als in den Medien, insbesondere den Rundfunkmedien. Um alle Minderheitensprachen, besonders in Wien, in der Bildung, bei Justiz- und Verwaltungsbehörden und im Rundfunk zu schützen und zu fördern, ist eine strukturierte Politik notwendig.

In Zypern wurden dem Bericht zufolge Fortschritte beim Schutz der Sprachen Armenisch und Zyprisch-Maronitisch-Arabisch festgestellt. Es wird empfohlen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Unterricht dieser Sprachen auszuweiten und ihre Präsenz im Rundfunk zu stärken.

In Rumänien sollten die Behörden die Mindestsprecherzahlen für den Gebrauch von Minderheitensprachen als Amtssprache in der Verwaltung überprüfen. Zurzeit können Minderheitensprachen im Umgang mit Verwaltungsbehörden nur dann verwendet werden, wenn der einer Minderheit angehörende Bevölkerungsanteil mehr als 20 % der Gesamtbevölkerung beträgt. Die Ausbildung einer ausreichenden Zahl an Lehrkräften für Bulgarisch, Deutsch, Kroatisch, Romanes, Russisch, Serbisch, Slowakisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch und Ukrainisch wird ebenfalls empfohlen sowie die Entwicklung umfassender Bildungsmodelle für den Unterricht auf Tatarisch und Türkisch bzw. des Tatarischen und Türkischen in Zusammenarbeit mit Vertretern der Sprecher von Minderheitensprachen. Das Ministerkomitee forderte die rumänischen Behörden auch dazu auf, die Ausarbeitung eines umfassenden Unterrichtsangebots auf Romanes bzw. des Romanes fortzusetzen und dabei die Bedürfnisse und Wünsche der Romanes-Sprechenden zu berücksichtigen.


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