Zurück Neuer Bericht zur Stärkung des Unterrichts über die Geschichte und Kultur der Roma in Europa

Bildung konzentriert sich oft auf Opfernarrative und Stereotype
Die Geschichte der Roma sollte als Bestandteil von Europas Kultur und Geschichte betrachtet werden

Die Geschichte der Roma sollte als Bestandteil von Europas Kultur und Geschichte betrachtet werden

Aus den Schlussfolgerungen eines vom Ministerkomitee verabschiedeten Themenberichts unterstreichen, dass die Geschichte und die Kultur der Roma in den Lehrplänen vieler Mitgliedsstaaten des Europarates nach wie vor weitgehend fehlen oder unzureichend vertreten sind.

Wenn das Thema angesprochen wird, wird es oft fragmentiert oder durch Erzählungen präsentiert, die auf Viktimisierung und Stereotypen beruhen, anstatt den Beitrag der Roma zur europäischen Geschichte und Kultur widerzuspiegeln. Diese Lücke führt dazu, dass Vorurteile andauern, und untergräbt die Bemühungen, das interkulturelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Roma-Geschichte und -Kultur sollten in den Lehrplänen enthalten sein

Eine Schlussfolgerung des Berichts lautet, dass der Europarat zwar solide Normen entwickelt hat, die Multiperspektivität, Menschenrechtserziehung und interkulturellen Dialog fördern, dass deren Umsetzung jedoch auf nationaler Ebene nach wie vor uneinheitlich ist. Auch wenn es vielversprechende Initiativen gibt, hängen diese noch stark vom Engagement von Lehrkräften, Schulen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen ab und sind nicht Teil eines systemischen Bildungsansatzes.

Eine der größten Schwierigkeiten ist dem Bericht zufolge der Mangel an strukturierter Ausbildung der Lehrkräfte über Geschichte und Kultur der Roma. Ohne angemessene Vorbereitung fällt es den Lehrkräften oft schwer, die Themen Stereotype und Antiziganismus im Unterricht richtig zu behandeln. Der Bericht hebt auch die begrenzte Beteiligung von Eltern, einschließlich Roma-Familien, an der Unterstützung des Unterrichts über Roma-Geschichte hervor. Mangelndes Selbstvertrauen und begrenzte Sensibilisierungsstrategien führen oftmals zu einer geringen Teilnahme an Wahlfächern in Bezug auf Roma-Sprache, -Kultur oder-Geschichte.

Die Segregation im Bildungswesen gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Die Bemühungen, die Geschichte der Roma zu lehren, sind zwar erheblich, doch wenn dieser Unterricht in segregierten Einrichtungen stattfindet, besteht die Gefahr, dass die gewünschte Wirkung verfehlt wird. Inklusive und integrierte Lernumgebungen sind unerlässlich, um Gleichstellung, gegenseitigen Respekt und sozialen Zusammenhalt zu fördern. (weiter)


 Machbarkeitsstudie zu Strategien und Praktiken zur Desegregation und Inklusion im Bildungsbereich für Roma- und Fahrenden-Kinder [EN]

 Roma-Geschichte und Holocaust [EN]

Europarat Straßburg 5. März 2026
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page

Erlernen der Regionalgeschichte fördert Zugehörigkeitsgefühl und entwickelt kritisches Denken

Kongress der Gemeinden und Regionen 31. März 2026 Strassburg

Kongress des Europarates ruft europäische Kommunalbehörden auf, Lücken im Unterricht über Regionalgeschichte zu schließen

Read More

Förderung der Rechte der Roma und Fahrenden und des Wissens über diese Gemeinschaften jenseits von Stereotypen

Roma und Fahrende 21. Januar 2026 Straßburg

Neue Strategie des Europarates legt den Schwerpunkt auf Verständnis, Gleichberechtigung und politische Teilhabe dieser Gemeinschaften

Read More

Bahtalo Internacionalno dive e Romane chibjako! Einen frohen Internationalen Tag der Romanes-Sprache!

Abteilung Roma und Fahrende 5. November 2025 Straßburg

Europarat setzt sich für den Schutz der Identität und Kultur der Roma ein, indem er für den Erhalt der Romanes-Sprache eintritt

Read More