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Manifest zur Freiheit der Meinungsäußerung in Kunst und Kultur im Digitalzeitalter

Europarat Straßburg 13. November 2020
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Manifest zur Freiheit der Meinungsäußerung in Kunst und Kultur im Digitalzeitalter

Der Europarat hat ein Manifest zur Freiheit der Meinungsäußerung in Kunst und Kultur im Digitalzeitalter herausgegeben und das Konzept der digitalen Ausstellung „Free to Create, Create to be Free“ veröffentlicht.

In dem Manifest wird die Bedeutung des künstlerischen Schaffens und der Kulturindustrie für die demokratische Gesellschaft hervorgehoben und auf den Schutz der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks verwiesen, der in Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist. Meinungsäußerungsfreiheit bedeutet auch Schaffensfreiheit. Die Fähigkeit der Kunst, neue Perspektiven und Ideen zu kommunizieren und zu eröffnen, macht die Kunstschaffenden, die künstlerische Mobilität und die Freiheit der Kunst zu strategischen Ressourcen für die Gesellschaft und trägt zur Überwindung von Differenzen und zur Lösung der heutigen weltweiten Aufgaben bei.

Im Rahmen der digitalen Ausstellung, die im ersten Halbjahr 2021 beginnen soll, können die Mitgliedsstaaten Kunstwerke präsentieren, welche die wesentliche Rolle der künstlerischen Freiheit in der demokratischen Gesellschaft reflektieren.

Die Generalsekretärin des Europarates, Marija Pejčinović Burić, begrüßte das Manifest zur Freiheit der Meinungsäußerung in Kunst und Kultur im Digitalzeitalter:

„Die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks ist Teil der Meinungsäußerungsfreiheit, deren Schutz in Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist. Das Manifest zur Freiheit der Meinungsäußerung in Kunst und Kultur im Digitalzeitalter ist ein politisches Bekenntnis zur Förderung des Rechts der Kunstschaffenden, sich selbst unter schwierigen Umständen frei auszudrücken.

Gleichwohl ist die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks zunehmendem Druck ausgesetzt. Mehr und mehr Künstlerinnen und Künstler, Fachleute und Kulturschaffende, die auf Probleme verweisen, unbequeme Wahrheiten aussprechen und Verstecktes sichtbar machen, werden unter Druck gesetzt und sind mit Zensur, Einschüchterung und Schikanierung konfrontiert. Zudem hat die Coronavirus-Krise schwerwiegende Folgen für die Arbeitsbedingungen und das Einkommen der Künstlerinnen und Künstler sowie den Kultur- und Kreativsektor insgesamt. Das Manifest lenkt das Augenmerk auf diese Gefahren und sendet das klare politische Signal aus, dass Offenheit und Kreativität als unerlässliche Bestandteile unserer Demokratie geschützt werden müssen.“


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