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Geschichtsunterricht zur Förderung der Versöhnung in Europa: Erste Jahreskonferenz

Europarat Straßburg 30. November 2021
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Geschichtsunterricht zur Förderung der Versöhnung in Europa: Erste Jahreskonferenz

Geschichte kann auf eine Weise gelehrt werden, dass die Versöhnung innerhalb und zwischen Ländern gefördert wird und dass Vorurteile, Stereotype und Voreingenommenheit vermieden werden.

Mit der vom Europarat neu gegründeten Beobachtungsstelle für den Geschichtsunterricht in Europa sollen die Schwierigkeiten bewältigt werden, die mit der Art und Weise, wie Geschichte auf dem Kontinent gelehrt wird, verbunden sind. Die erste Jahreskonferenz (Straßburg, Palais de l’Europe, 2.–3. Dezember) ist dem Thema „Geschichte für die Demokratie“ gewidmet.

Bei der Veranstaltung mit dem Titel „Wahrung der Demokratie: Warum ist der Geschichtsunterricht wichtig?“ (ProgrammAnmeldung) werden Bildungsfachleute, Regierungsvertreterinnen und -vertreter sowie hochrangige Expertinnen und Experten zusammenkommen, um sich über den Stand des Geschichtstunterrichts in Europa und die entsprechenden Maßnahmen der Behörden auszutauschen. Generalsekretärin Marija Pejčinović Burić wird gemeinsam mit dem französischen Minister für nationale Bildung, Jugend und Sport, Jean-Michel Blanquer (Videobotschaft), und dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen. Botschafter Michele Giacomelli, Ständiger Vertreter Italiens beim Europarat, wird im Namen des italienischen Vorsitzes im Ministerkomitee an der Eröffnungssitzung teilnehmen.

„Pandemien und Naturkatastrophen im Geschichtsunterricht” stehen im Mittelpunkt des ersten thematischen Berichts der Beobachtungsstelle und eines Vortrags des Historikers Niall Ferguson.

Hintergrund

Wie im Europäischen Kulturabkommen festgehalten, erkennt der Europarat seit seiner Gründung die Bedeutung der Geschichte als Grundlage für die Bildung der europäischen Staatsangehörigen an. Die auf Initiative der französischen Regierung im November 2020 geschaffene Beobachtungsstelle gründet auf der jahrzehntelangen Erfahrung des Europarates auf dem Gebiet des Geschichtsunterrichts und soll sein zwischenstaatliches Programm vervollständigen und stärken. Die Hauptmission der Beobachtungsstelle lautet, durch regelmäßige und themenbezogene Berichte Fakten über die Methoden des Geschichtsunterrichts in allen teilnehmenden Ländern zu erheben und zugänglich zu machen. Das wichtigste Ziel ist, gegenseitiges Lernen und den Austausch bewährter Praktiken zu unterstützen. Sie soll auch als Plattform für Weiterbildung und die Vernetzung der Berufsverbände und -einrichtungen dienen, die in Europa im Bereich Geschichtsunterricht tätig sind.

Vor dem Hintergrund des wachsenden Populismus ist ein Geschichtsunterricht, der vielfältige Sichtweisen und kritisches Denken fördert, der Schlüssel für die Entwicklung einer demokratischen Kultur. Indem die Beobachtungsstelle mit den Werten des Europarates vereinbare Praktiken für den Geschichtsunterricht hervorhebt, trägt sie zur Widerstandsfähigkeit gegen die Manipulation und Verzerrung der Geschichte und zur Förderung von Frieden und Dialog bei.

Weitere Informationen

Mitgliedsstaaten der Beobachtungsstelle (17): Albanien, Andorra, Armenien, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Luxemburg, Malta, Nordmazedonien, Portugal, Russische Föderation, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei und Zypern.

Vorsitzender des Leitungsausschusses: Alain Lamassoure (Frankreich).

 Veranstaltung am Rande der Konferenz [EN]


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