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Jährliche Strafstatistik des Europarates: Coronavirus-Pandemie trug zur Verringerung der Gefängnispopulation in Europa bei

Europarat Strassburg 5. April 2022
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Jährliche Strafstatistik des Europarates: Coronavirus-Pandemie trug zur Verringerung der Gefängnispopulation in Europa bei

Die Coronavirus-Pandemie hat zwischen Januar 2020 und Januar 2021 zur Verringerung der Gefängnispopulation in Europa beigetragen, was im Einklang mit einer seit zehn Jahren in den meisten europäischen Ländern zu beobachtenden Tendenz steht, so die jährliche Strafstatistik zur Gefängnispopulation (SPACE) für das Jahr 2021, die der Europarat heute veröffentlicht hat (siehe auch die wichtigsten Erkenntnisse).

Als Hauptgründe für die Abnahme genannt werden der Rückgang bestimmter Straftaten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie, die Verlangsamung der Arbeit im Justizwesen und das Freilassungssystem, das in manchen Ländern angewandt wurde, um die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern oder zu verlangsamen.

Am 31. Januar 2021 wurden 1.414.172 Insassen in den 49 (von 52) Gefängnisverwaltungen der Mitgliedsstaaten des Europarates, die Angaben übermittelt hatten, gezählt, was einer europäischen Inhaftierungsrate von 102 Insassen pro 100.000 Einwohner entspricht. In den 48 Gefängnisverwaltungen, für die sowohl für 2020 als auch 2021 Daten zur Verfügung stehen, fiel die Rate von 104,3 auf 101,9 Insassen pro 100.000 Einwohner (–2,3 %).

Die Länder mit den höchsten Inhaftierungsraten im Januar 2021 waren die Russische Föderation (328 Insassen pro 100.000 Einwohner), die Türkei (325), Georgien (232), Aserbaidschan (216), die Slowakei (192), Litauen (190) und die Tschechische Republik (180). Ohne Berücksichtigung von Ländern mit weniger als 300.000 Einwohnern wurden die niedrigsten Inhaftierungsraten in Island (41), Finnland (43), der Republika Srpska (Bosnien-Herzegowina) (50), den Niederlanden (54) und Slowenien (54) festgestellt.

Die SPACE-Studien werden jedes Jahr von der Universität Lausanne für den Europarat durchgeführt. Die SPACE-I-Studie enthält Informationen aus 52 Gefängnisverwaltungen in den Mitgliedsstaaten des Europarates, während sich die SPACE-II-Studie mit Personen befasst, die von Bewährungshilfeeinrichtungen betreut werden.


 Pressemitteilung
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