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Minderjährige Migrantinnen und Migranten müssen über ihre Rechte informiert werden

Europarat Straßburg 18. Dezember 2018
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Minderjährige Migrantinnen und Migranten müssen über ihre Rechte informiert werden

Minderjährige Migrantinnen und Migranten haben Anspruch darauf, über ihre Rechte informiert zu werden. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass ihre Stimme gehört wird und sie an den Verfahren teilhaben können, die sie betreffen. Diese Kinder zählen heute zu den am meisten gefährdeten Gruppen in Europa, und doch stehen sie beim Zugang zu kind- und altersgerechten Informationen vor Hindernissen.

Als Reaktion auf dieses Problem und anlässlich des Internationalen Tags der Migranten hat der Europarat ein Handbuch für die Praxis über die Übermittlung kindgerechter Informationen an minderjährige Migranten herausgegeben.

Der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Migration und Flüchtlinge, Tomáš Boček, erklärte: „Der Schutz von minderjährigen Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten ist eine der Prioritäten der Tätigkeit des Europarates. Das Handbuch für kindgerechte Informationen wurde im Rahmen des Aktionsplans für den Schutz von Flüchtlings- und Migrantenkindern entwickelt und ist ein entscheidender Beitrag dazu, die Sicherheit von Kindern und den Zugang zu ihren Rechten zu gewährleisten. Das Handbuch befasst sich zudem mit einem der Hauptprobleme, mit denen die Länder derzeit konfrontiert sind.“

Das Handbuch enthält: Beispiele vielversprechender Praktiken aus ganz Europa; konkrete Ratschläge, wie diese Leitlinien in die Praxis umzusetzen sind; konkrete Situationen und Risikofaktoren, die dazu führen, dass die Kinder verletzbarer sind oder dass die Hindernisse beim Zugang zu ihren Rechten höher sind; Fragen, welche die Kinder in den verschiedenen Phasen ihrer Reise stellen; Empfehlungen von Kindern; sowie „goldene Regeln“ für kindgerechte Informationen in den einzelnen Situationen.

Auch Zitate sind Teil des Handbuchs: „In der Klasse sind manche ein wenig verlegen, andere schüchtern und andere schämen sich, etwas nicht zu wissen. Sie fühlen sich gehemmt, blockiert. Alle haben ihre eigene Geschichte. Einige sind in der Klasse anwesend, im Kopf sind sie aber anderswo. Sie denken über das Erlebte nach. Manche haben Angst, ihre Lage ist kompliziert, es ist nicht einfach“, so der 15-jährige Hafidjou.

Das Handbuch wurde im Rahmen der Strategie des Europarates für die Rechte des Kindes (2016-2021) entwickelt.

  • Interview mit Ellen Van Vooren, Forscherin und Politikberaterin, „Children’s Rights Knowledge Centre“ (KeKi), einer der Autorinnen des Berichts

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