Bildung trägt dazu bei, die Zukunft der Menschen und unseres Kontinents zu gestalten. Korruption, Betrug und andere unethische Praktiken können jedoch ihre Qualität und Fairness beeinträchtigen – und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben.
Diese Woche brachte die Plattform des Europarates für Ethik, Transparenz und Integrität im Bildungswesen (ETINED) Fachleute und verschiedene Interessengruppen zusammen, um die Einführung und Umsetzung ethischer Standards in der Bildung sowie die Stärkung der Bildungssysteme zu fördern. Dies ist eine Angelegenheit, die uns alle betrifft. Die zehnte Plenarsitzung bot der Plattform die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme der erzielten Fortschritte vorzunehmen und ihre Prioritäten für die Zukunft festzulegen.
Betrug im Bildungswesen: Leitlinien, Meldung und normativer Rahmen
Die Teilnehmenden erörterten insbesondere die Ausarbeitung von Leitlinien für die Politikgestaltung im Bereich offener Schuldaten in den europäischen Bildungssystemen sowie ein Meldeverfahren im Rahmen der Initiative des Zentrums zur Verhütung und Bekämpfung von Bildungsbetrug. Sie prüften auch, inwieweit das neue Übereinkommen über die Bedingungen der Transparenz und Qualitätssicherung für die automatische Anerkennung von Hochschulabschlüssen für die Arbeit von ETINED relevant ist.
Darüber hinaus präsentierten die Delegierten die jüngsten Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene und erörterten die Prioritäten des ETINED-Arbeitsprogramms 2028–2031, einschließlich der Fortsetzung von Initiativen zur Verhütung und Bekämpfung von Bildungsbetrug.
Erstes Internationales Forum über Transparenz in der Leitung von Hochschulen
Am 15. und 16. Oktober veranstaltete die Plattform ihr erstes Internationales Forum über Transparenz in der Leitung von Hochschulen. Daran nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, von Hochschulen, internationalen Organisationen und aus der Forschung sowie Studierende und andere Fachleute aus Europa und darüber hinaus teil.
Aufbauend auf der Zusammenarbeit des Europarates mit dem Internationales Institut für Bildungsplanung der UNESCO (IIEP-UNESCO) in Bezug auf offene Schuldaten untersuchten die Forumsteilnehmenden, wie Transparenz die Rechenschaftspflicht, das Vertrauen der Öffentlichkeit, das Engagement der Lernenden und die demokratische Verwaltung im Hochschulwesen stärken kann. Die Teilnehmenden diskutierten Richtlinien und Praktiken in Bezug auf das Erheben, Verwalten und Weitergeben von Daten zu Hochschulbildung, Forschung und institutioneller Steuerung, wobei der Schwerpunkt auf der Zugänglichkeit, Relevanz und Nützlichkeit der Daten für verschiedene Interessengruppen lag.
In Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen haben sie gemeinsame Grundsätze für die Transparenz von Daten im Hochschulwesen entwickelt und darüber reflektiert, wie diese die künftige Arbeit des Europarates beeinflussen könnten. Die Plattform wird zu einem späteren Zeitpunkt einen Bericht über die wichtigsten Diskussionen und Ergebnisse des Forums veröffentlichen.
Weitere Informationen über die Plattform für Ethik, Transparenz und Integrität im Bildungswesen [EN]
Video über die Maßnahmen des Europarates gegen Bildungsbetrug [EN]

