Die stellvertretende Ministerpräsidentin der Ukraine mit Zuständigkeit für humanitäre Politik und Ministerin für Kultur, Tetjana Bereschna, hat gemeinsam mit dem Generalsekretär des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates, Mathieu Mori, die Lille-Konvention unterzeichnet. Die Zeichnung fand am 19. September im ukrainischen Bukowel (Oblast Iwano-Frankiwsk) statt.
Die Lille-Konvention ist eines der jüngsten Übereinkommen des Europarates, wurde im März 2026 zur Zeichnung aufgelegt und zielt darauf ab, die unabhängige, internationale Produktion von Fernseh- oder Streaming-Serien zu fördern. Sie ist Teil der Arbeit des Europarates zur Förderung und zum Schutz der vielfältigen Kultur Europas.
Die Zeichnung der Konvention durch die Ukraine unterstreicht die Bedeutung von Investitionen in Kultur und kulturelle Zusammenarbeit und von deren Förderung auch in Kriegszeiten. Die Ukraine ist das zwölfte Land, das die Konvention zeichnet. Diese tritt in Kraft, sobald drei Länder sie ratifiziert haben.
Umfassende europäische Zusammenarbeit im Karpatenraum
Die Zeichnungszeremonie fand am Rande des Gipfels der Karpaten-Länder statt, bei dem auch die Karpatenintegrationsinitiative für makroregionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit erörtert wurde. Die Euroregion Karpaten, die auf der Grundlage des Europäischen Rahmenübereinkommens über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften gegründet wurde, wurde 1993 von Regionen aus fünf Ländern gegründet. Die Ukraine leitet nun ihre Ausweitung auf andere Länder der Makroregion ein. Der Kongress des Europarates wird dazu beitragen, diese Initiative bei den Gemeinden und Regionen der beteiligten Mitgliedsstaaten zu fördern.

