Die Sondergesandte des Generalsekretärs für die Lage der Kinder der Ukraine, Thórdís Kolbrún Reykfjörð Gylfadóttir, ist nach Kiew gereist und hat damit die unerschütterliche Unterstützung des Europarates für die Ukraine und ihre Kinder bekräftigt.
Im Rahmen ihrer Mission in Kiew am 8. und 9. Oktober standen folgende Themen im Mittelpunkt der Gespräche: die Rechenschaftspflicht für Verbrechen an ukrainischen Kindern, deren Rückkehr, Wiedereingliederung und Rehabilitation, die Betreuung innerhalb der Familie sowie die Fortsetzung der internationalen Zusammenarbeit. Die Sondergesandte führte Gespräche mit Justizminister Denys Maslow, dem Minister für Sozialpolitik, Familie und Einheit, Denys Uliutin, dem amtierenden Generalstaatsanwalt, Anton Kowalskyj, sowie dem Leiter der Präsidialinitiative „Bring kids back UA“, Maksym Maksymow, und dessen Team.
„Der Europarat steht der Ukraine weiterhin zur Seite: Er unterstützt ihre Institutionen, setzt sich für Kinder und Familien ein und arbeitet mit seinen ukrainischen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass jedes Kind nach Hause zurückkehren, sein Leben wieder aufbauen und sich eine Zukunft in Sicherheit und Würde schaffen kann“, betonte die Sondergesandte bei ihren Treffen.
Unterstützung der Rehabilitation von Kindern, insbesondere derjenigen, die vom Krieg Russlands betroffen sind
Im Rahmen ihres Besuchs traf die Sondergesandte die stellvertretende Leiterin der Stadtverwaltung von Kiew, Maryna Chonda, und besuchte das Rehabilitationszentrum der Stadt Kiew für Kinder mit Behinderungen, eine von der Gebietskörperschaft Kiew eingerichtete kommunale Einrichtung.
Dieses Zentrum nimmt Kinder mit Behinderungen auf, insbesondere solche, die vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine betroffen sind, wie beispielsweise Binnenvertriebene. Es verbindet medizinische und physische Rehabilitation – insbesondere in einer speziell ausgestatteten Unterkunft – mit psychologischer und pädagogischer Betreuung, sozialer Rehabilitation, Inklusionsmaßnahmen und Unterstützung für die Familien.
Die Stadt Kiew arbeitet seit Langem mit dem Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates zusammen, der die ukrainischen Gemeinden dabei unterstützt, besser auf die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung einzugehen.
„Neben meinen Gesprächen mit den Ministern der nationalen Regierung durfte ich eine bewegende Erfahrung machen und mit eigenen Augen sehen, wie Kinder in prekären Lebenssituationen dank des Engagements der Fachkräfte, die vor Ort an ihrer Seite arbeiten, betreut und unterstützt werden“, erklärte die Sondergesandte. „Gerade auf lokaler Ebene hat diese Unterstützung besonders konkrete Auswirkungen auf das Leben der Kinder.“ (weiter)

