Zurück Präsident Martins Seguro: Europa darf keine Festung, sondern muss ein Raum der Freiheit, des Dialogs und der Zusammenarbeit sein

Portugiesischer Präsident hält Rede vor Parlamentarischer Versammlung des Europarates
In einer Zeit, in der der Schutz der Menschenrechte in Europa infrage gestellt wird, sprach Präsident Martins Seguro vor der Parlamentarischen Versammlung über Portugals Pionierarbeit bei der Abschaffung der Todesstrafe

In einer Zeit, in der der Schutz der Menschenrechte in Europa infrage gestellt wird, sprach Präsident Martins Seguro vor der Parlamentarischen Versammlung über Portugals Pionierarbeit bei der Abschaffung der Todesstrafe

„Europa darf keine Festung sein. Es muss ein Raum der Freiheit, des Dialogs und der Zusammenarbeit sein, offen für die Welt und seinen Grundsätzen treu. In Zeiten geopolitischer Spannungen, von Desinformation und zunehmender Zersplitterung brauchen wir mehr Dialog, nicht weniger. Mehr Zusammenarbeit, nicht mehr Isolation. Wir brauchen Multilateralismus“, so der portugiesische Präsident António José Martins Seguro heute.

In einer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates im Rahmen ihrer Herbstsitzung nannte Martins Seguro als zentrale Prioritäten für den gesamten Kontinent die kompromisslose Verteidigung der Menschenrechte, die Wahrung der Demokratie, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und den Aufbau eines weltoffenen Europas. „Die Achtung der Menschenwürde muss Europas Kompass sein“, unterstrich er.

Portugals langjährige Geschichte im Einsatz für die Menschenrechte

Neben weiteren Prioritäten betonte Martins Seguro Portugals starkes Engagement für die Abschaffung der Todesstrafe – bei der Portugal eine Vorreiterrolle spielte –, für die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung von Diskriminierung sowie für die Zusammenarbeit mit anderen Ländern bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Der Besuch des Präsidenten beim Europarat fand nur eine Woche nach dem 50. Jahrestag des Beitritts Portugals statt (am 22. September 1976, zwei Jahre nach der April-Revolution von 1974, die den Übergang des Landes zur Demokratie einleitete).

In seiner Rede vor Abgeordneten aus ganz Europa erklärte er: „Der Beitritt zum Europarat war Ausdruck einer klaren Entscheidung: Portugal wollte zu einem Europa der Freiheit, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit gehören. Der Beitritt war kein rein diplomatischer Akt, sondern ein politisches und moralisches Bekenntnis. Dies war die Entscheidung eines Landes, das seine Zukunft auf den Grundsätzen der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Achtung der Menschenrechte aufbauen wollte.“ (weiter)


 Portugal im Europarat

 Parlamentarische Versammlung des Europarates [EN]

 Einfluss der Europäischen Menschenrechtskonvention


Bildergalerie

Parlamentarische Versammlung Straßburg 30. September 2026
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page

Junge Europäer erfahren zu wenig darüber, warum die Todesstrafe abgeschafft wurde

Europarat 15. Juni 2026 Strassburg

Neue Studie des Europarates zeigt, dass Geschichtslehrpläne und -bücher den Schwerpunkt auf Hinrichtungen legen – und Lehrkräfte sich mehr Unterstützung wünschen

Read More