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Portugal übernimmt für vier Jahre den Vorsitz der Pompidou-Gruppe

Neues Programm legt Schwerpunkt auf wachsende Bedrohung durch Internetabhängigkeit
Pompidou-Gruppe Stavanger (Norwegen) 28. November 2018
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Photo credit: Studio Hjelm

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Bei der Ministerkonferenz der Plattform für Drogenpolitik des Europarates (der Pompidou-Gruppe) hat Portugal den Vorsitz von Norwegen und Polen den stellvertretenden Vorsitz übernommen.

Auf der Konferenz, die alle vier Jahre stattfindet, um im Rahmen eines neuen, auf vier Jahre angelegten Arbeitsprogramms die strategische Ausrichtung der Pompidou-Gruppe neu festzulegen, kamen 130 Teilnehmer zusammen, darunter Minister, hohe Regierungsbeamte und Leiter von internationalen Organisationen, die das Mandat der Pompidou-Gruppe überprüft und über die bisher geleistete Arbeit Bilanz gezogen haben.

In ihrer Eröffnungsansprache hat die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Gabriella Battaini-Dragoni, die Tätigkeit des norwegischen Vorsitzes gewürdigt, durch die die Menschenrechte von einem „wesentlichen Aspekt unserer Anstrengungen zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs“ zu einem „zentralen Element“ geworden sind. Sie dankte dem neuen portugiesischen Vorsitz, dass er die Ideen und den Ansatz des Europarates nicht nur umfassend teilt, sondern auch die Tätigkeiten an die sich wandelnde Herausforderung anpasst, welche die Drogen in unserer schnelllebigen Welt darstellen.

Das neue Arbeitsprogramm (2019–2022) unter dem portugiesischen Vorsitz legt den Schwerpunkt auf die Internetabhängigkeit, die von der medizinischen Fachwelt zunehmend als Erkrankung anerkannt wird. Laut den von der U.S. National Library of Medicine und den National Institutes of Health durchgeführten Untersuchungen „zerstört Internetabhängigkeit (Internet Addiction Disorder – IAD) Leben, indem sie neurologische Komplikationen, psychische Störungen und soziale Probleme verursacht“. Studien in Europa und den Vereinigten Staaten deuten auf besorgniserregende Verbreitungsraten zwischen 1,5 und 8,2 % hin. Das Programm der Pompidou-Gruppe enthält Pläne zur Zusammenarbeit mit Google und anderen privaten Einrichtungen, um zu untersuchen, wie die Algorithmen angepasst werden können, um die Zeit zu begrenzen, die im Internet mit Aktivitäten verbracht wird, die auch häufig mit Drogenkonsum einhergehen.


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