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Aufgeschlossene Haltung nötig, um den Schutz von LGBTI-Asylsuchenden in Europa zu verbessern

Menschenrechtskommissarin Straßburg 11. Oktober 2018
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Zwei LGBTI-Personen, die aus Syrien geflohen sind, um in Europa Asyl zu suchen – Foto: Bradley Secker

Zwei LGBTI-Personen, die aus Syrien geflohen sind, um in Europa Asyl zu suchen – Foto: Bradley Secker

„In zahlreichen Staaten auf der ganzen Welt sind Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Geschlechtsmerkmale schweren Verletzungen ihrer Menschenrechte ausgesetzt“, so die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatović, in ihrem heute veröffentlichten Menschenrechtskommentar.

„Dazu gehören Mord, Gewalt, die Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und schwere Diskriminierung. Auch in den Mitgliedsstaaten des Europarates kommt es zu solchen Verstößen. In meiner Erklärung anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT) 2018 habe ich insbesondere auf die schockierenden Berichte über die gezielte Verfolgung von LGBTI-Personen durch Beamte der Strafverfolgungsbehörden hingewiesen, darunter in Tschetschenien in der Russischen Föderation und in Aserbaidschan. Ebenso erwähnte ich das in anderen europäischen Ländern beunruhigend verbreitete Problem der Homo- und Transphobie, das sich unter anderem in alltäglichen Gewaltzwischenfällen äußert.

Wir müssen uns unermüdlich dafür einsetzen, dass die Menschenrechte von LGBTI-Personen besser geschützt werden, gleichzeitig müssen wir bedenken und verstehen, dass ihnen bisweilen keine andere Wahl bleibt, als zu fliehen und außerhalb ihres Herkunftslandes Sicherheit zu suchen. In vielen Mitgliedsstaaten des Europarates sind LGBTI als Asylsuchende jedoch mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, wenn sie diese Sicherheit suchen. Dem müssen wir dringend unsere Aufmerksamkeit widmen.“

 


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