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Sprachenpolitik sollte Minderheitenrechte schützen, Vielfalt fördern und Spannungen abbauen

Menschenrechtskommissarin Straßburg 29. Oktober 2019
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Sprachenpolitik sollte Minderheitenrechte schützen, Vielfalt fördern und Spannungen abbauen

Sprachen sind ungemein bereichernd. Sie ermöglichen es uns, mit mehr Menschen zu kommunizieren, besser verstanden zu werden und andere Sichtweisen besser zu verstehen. In vielen Mitgliedsstaaten des Europarates werden Sprachen allerdings leider mitunter immer noch als Instrumente verwendet, um Menschen gegeneinander aufzubringen.

Menschen daran zu hindern, in verschiedenen Kontexten die Sprache zu gebrauchen, die sie als ihre eigene betrachten, kann eine Verletzung ihrer individuellen Menschenrechte mit sich bringen. Darüber hinaus ergeben sich auch negative Auswirkungen für ganze Gemeinschaften und bei Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen oder zwischen Nachbarländern steht häufig ebenfalls der Gebrauch von Sprachen im Mittelpunkt.

Die Sprache, die jemand gebraucht, ist in der Regel ein wesentliches, prägendes Element der Identität einer Person. Neben ihrer Rolle als Kommunikationsinstrument hat sie insofern einen wichtigen symbolischen Wert, als sie bestimmt, wie Menschen von anderen wahrgenommen werden und wie sie sich selbst und ihren Platz in der Gesellschaft sehen. Als solche kann sie ein kontroverses und politisch heikles Thema sein. Beispielsweise wird der Gebrauch der Staats- oder Amtssprache vielerorts als Beleg für die Loyalität gegenüber dem Staat angesehen. In anderen Zusammenhängen wird der Gebrauch von Minderheitensprachen auf für die Öffentlichkeit sichtbaren Beschilderungen (wie etwa Straßennamen, wobei mitunter die Verwendung eines anderen Alphabets erforderlich sein kann) als eine unerwünschte Erinnerung an den multikulturellen und multilingualen Charakter der Gesellschaft erlebt oder dargestellt.


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13. – 14. November 2019 Straßburg

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