Das 12. jährliche Kulturrouten–Beratungsforum des Europarates (20.–22. September) ist heute im polnischen Łódź eröffnet worden. Das Thema des Forums lautet: „Kulturrouten: Die sozialen und kreativen Dimensionen des Kulturerbes im postindustriellen Kontext“.
Das Beratungsforum 2023 wird vom Erweiterten Teilabkommen über Kulturrouten des Europarates und dem Europäischen Institut für Kulturrouten in Zusammenarbeit mit dem polnischen Ministerium für Kultur und Nationales Erbe organisiert.
Teilnehmende aus 40 Mitgliedsstaaten des Erweiterten Teilabkommens und Vertreterinnen und Vertreter von 47 zertifizierten Kulturrouten untersuchen die „Rolle des Kulturerbes beim Aufbau einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft“ in der postindustriellen Gesellschaft und stellen die Verbindung zu den aktuellen Herausforderungen für das Kulturerbe her, die durch Konflikte, Naturkatastrophen und den Klimawandel entstehen.
Eröffnet wurde das Forum vom Stellvertretenden Generalsekretär des Europarates, Bjørn Berge, dem polnischen Minister für Entwicklung und Technologie, Waldemar Buda, und der stellvertretenden Bürgermeisterin von Łódź, Małgorzata Moskwa-Wodnicka.
Berge betonte, dass Łódź aufgrund der postindustriellen Entwicklung und Transformation der Stadt nach dem Niedergang der Textilindustrie und der erfolgreichen Initiativen zur Hervorhebung ihres renommierten Industrie- und Jugendstilerbes für das Thema des diesjährigen Forums besonders geeignet sei. „Das Forum bietet die Gelegenheit, sich auszutauschen, zu diskutieren und von guten Beispielen zu lernen, wie das Kulturerbe dazu beitragen kann, die vielfältigen aktuellen Probleme zu meistern und sich im 21. Jahrhundert weiterzuentwickeln, und als Sammelpunkt für europäische Kreativität und Identität dienen kann“, so Berge.
Das Programm des Forums umfasst einen Dialog auf hoher Ebene, an dem der Stellvertretende Generalsekretär des Europarates und Vertreter von vier Mitgliedsstaaten des Erweiterten Teilabkommens (Polen, Litauen, Tschechische Republik und Republik Moldau) teilnehmen. Während der Veranstaltung wird eine Videobotschaft des ukrainischen Kulturministers, Rostislaw Karandejew, zum Thema Wiederaufbau nach Konflikten und Katastrophen ausgestrahlt.
Während des dreitägigen Forums zeigen die Teilnehmenden aus den Mitgliedsstaaten des Europarates, aus dem universitären Umfeld sowie Fachleute für das Kulturerbe, wie die Normen, Strategien und Initiativen des Europarates wie das Kulturroutenprogramm zur dynamischen Entwicklung der Wahrung und Förderung des europäischen Kulturerbes beitragen, indem sie digitale Plattformen und Inklusivität nutzen, um das Kulturerbe durch die Beteiligung der Bevölkerung und die Einbeziehung lokaler Gemeinschaften zum Leben zu erwecken.
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