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Bosnien und Herzegowina muss Flüchtlingslager Vučjak sofort schließen und Umgang mit Migranten verbessern

Menschenrechtskommissarin Sarajewo 6. Dezember 2019
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Migranten wärmen sich am Feuer in einem Zelt des Flüchtlingslagers Vučjak, 25. November 2019, © Damir Sagolj/Menschenrechtskommissarin des Europarates

Migranten wärmen sich am Feuer in einem Zelt des Flüchtlingslagers Vučjak, 25. November 2019, © Damir Sagolj/Menschenrechtskommissarin des Europarates

„Die Bedingungen, unter denen Hunderte Menschen im improvisierten Flüchtlingslager Vučjak leben, sind eine Schande. Ein solches Lager hätte überhaupt nicht errichtet werden dürfen. Nun ist es dringend nötig, diese Menschen an einen anderen Ort zu bringen und sie mit angemessenen Unterkünften zu versorgen. Der für Sicherheit zuständige Minister hat mir versichert, dass die Umsiedlung kurz bevorsteht“, so die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatović, heute in einer Pressekonferenz am Ende eines viertägigen Besuchs in Bosnien und Herzegowina.

„Die Lebensbedingungen in Vučjak waren schon furchtbar, bevor die kalte Jahreszeit begonnen hat, und sind noch unmenschlicher, seit die Temperatur unter den Gefrierpunkt gesunken ist. Die Menschen – darunter mehrere Minderjährige – leben zusammengedrängt im Schlamm auf einer ehemaligen, an vermintes Gelände grenzenden Mülldeponie. Es gibt keine Wasserleitung und keine Sanitäreinrichtungen, die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht. Vielen fehlt es an geeigneter Kleidung und festem Schuhwerk. Menschen unter derartigen Bedingungen zu halten, ist unmenschlich und inakzeptabel“, erklärte die Kommissarin.

Ebenso besorgt ist Mijatović über die Lage von Migranten und Asylsuchenden, die in Bihać und an anderen Orten des Landes im Freien oder in verlassenen Gebäuden übernachten.


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