Zurück Wir müssen die Flüchtlingsfrage aus globaler Perspektive sehen

Erklärung Marina Kaljurands, Vorsitzende des Ministerkomitees und estnische Außenministerin
Wir müssen die Flüchtlingsfrage aus globaler Perspektive sehen

Am heutigen Weltflüchtlingstag denken wir an die Millionen Flüchtlinge, die wegen Kriegen, Konflikten und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen mussten. Diese menschlichen Tragödien zu lindern, ist für die internationale Gemeinschaft eine beträchtliche Aufgabe, ebenso jedoch eine Pflicht, die eine stärkere Zusammenarbeit erfordert.

Obwohl die Zeitungsschlagzeilen den Schluss nahelegen, die Flüchtlingsfrage sei vor allem ein europäisches Problem, müssen wir sie aus einer globalen Perspektive sehen und sowohl den Herkunfts- als auch den Zielländern solidarische Lösungen anbieten. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass die Menschenrechte der Flüchtlinge geachtet werden, so wie es die Europäische Menschenrechtskonvention erfordert. Unseres besonderen Schutzes bedürfen jene Betroffenen der Krise, die am meisten verwundbar sind, etwa Kinder. Effektive Grenzkontrollen, Zusammenarbeit mit Drittstaaten sowie sichere und legale Migrationswege sind Teile einer umfassenden Lösung zur Bekämpfung des Menschenhandels. Um die Ursachen der Migrationsbewegungen auszuschalten, müssen wir außerdem unsere gemeinsame Anstrengung auf dem Gebiet der humanitären Hilfe und der Wirtschaftszusammenarbeit verstärken.

Vorsitz des Ministerkomitees

Vorsitzende des Ministerkomitees Straßburg 20. Juni 2016
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