Zurück Nach Ratifizierung der Oviedo-Konvention stehen in Armenien die Patientenrechte im Mittelpunkt

Europarat erinnert daran, dass medizinische Innovationen vor allem das Wohl der Patientinnen und Patienten fördern müssen
In Zusammenarbeit mit dem Europarat macht Armenien die Patientenrechte zum Eckpfeiler seines Gesundheitssystems

In Zusammenarbeit mit dem Europarat macht Armenien die Patientenrechte zum Eckpfeiler seines Gesundheitssystems

Im Anschluss an die Ratifizierung des Übereinkommens über Menschenrechte und Biomedizin (Oviedo-Konvention)* durch Armenien hat am 26. und 27. Februar eine internationale Konferenz über Patientenrechte stattgefunden, in deren Mittelpunkt die Förderung der Menschenrechte und die Stärkung der Menschenwürde im Gesundheitsbereich standen.

Die Ratifizierung des Übereinkommens im Jahr 2025 war ein wichtiger Schritt, um das Gesundheitssystem des Landes an die europäischen Menschenrechtsnormen anzupassen. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, auch wenn bereits in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und der Justiz erhebliche Anstrengungen unternommen wurden, um den rechtlichen und politischen Rahmen Armeniens an die Grundsätze der Oviedo-Konvention anzugleichen. Durch Initiativen zum Kapazitätsaufbau, den Austausch mit Sachverständigen und Workshops konnten die Kenntnisse von Fachleuten aus den Bereichen Gesundheit, Recht und anderen verwandten Bereichen gefestigt werden, sodass sie diese Grundsätze in ihrer täglichen Praxis anwenden können.

Ziel der Konferenz war es, die Anstrengungen Armeniens, die Grundsätze der Oviedo-Konvention in konkrete, den europäischen Normen entspreche Reformen umzusetzen, zu stärken und so den Schutz der Rechte der Patientinnen und Patienten als Eckpfeiler moderner Gesundheitssysteme zu verbessern.

An der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Nationalversammlung und dem Gesundheitsministerium der Republik Armenien organisiert wurde, nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, den Gesundheitsberufen, der Justiz, von Patientenorganisationen und der Zivilgesellschaft sowie internationale Partner teil. Eröffnet wurde die Konferenz vom Präsidenten der Nationalversammlung; Gesundheitsministerin Anahit Awanesjan, Arbeits- und Sozialminister Arsen Torosjan und die Menschrechtsbeauftragte, Anahit Manasjan, nahmen ebenfalls an der Eröffnungssitzung teil.

„Gesundheitsschutz ist nicht nur eine politische Entscheidung. Er ist ein menschlicher Imperativ und eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung der Menschenrechte, den sozialen Zusammenhalt, den wirtschaftlichen Wohlstand und die ökonomische Stabilität in ganz Europa“, erklärte der Direktor des Europarates für soziale Rechte, Gesundheit und Umwelt, Rafael Benitez. „Unsere Organisation wird immer bereit sein, die armenischen Behörden und Institutionen bei ihren Bemühungen zur Förderung und Gewährleistung der Achtung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Gesundheitsschutz, zu unterstützen.“ (weiter)


* Die Oviedo-Konvention ist das einzige rechtsverbindliche internationale Instrument, das den Menschenrechten in der Biomedizin und im Gesundheitswesen gewidmet ist


 Oviedo-Konvention [EN]

 Arbeit des Europarates im Gesundheitsbereich


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