Bei seinem ersten Besuch in Armenien als Generalsekretär des Europarates hat Alain Berset erneut die unerschütterliche Unterstützung der Organisation für die demokratische Entwicklung des Landes bekräftigt und zur raschen Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan aufgerufen.
„Das Entwicklungstempo, die Ausrichtung der demokratischen Reformen und der pragmatische Ansatz der Behörden sind ermutigende Anzeichen für das anhaltende demokratische Engagement Armeniens“, erklärte Berset beim Abschluss seines zweitägigen offiziellen Besuchs.
Er begrüßte auch die Bestrebungen Armeniens zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Europarat.
„Bei meinem Treffen mit Premierminister Nikol Paschinjan habe ich eine klare Botschaft erhalten: Armenien betrachtet den Europarat als einen Schlüsselpartner auf seinem Weg zur Demokratie“, sagte er.
„Reformen sind ein Prozess, der Zeit braucht. Wir sind bereit, langfristige Unterstützung zu leisten, um zum Fortschritt des Landes beizutragen.“
Frieden als Eckpfeiler demokratischer Sicherheit
Bei seinen Gesprächen mit Präsident Wahagn Chatschaturjan, Premierminister Nikol Paschinjan, dem Präsidenten der Nationalversammlung, Alen Simonjan, Justizministerin Srbuhi Galjan und Vertretern der internationalen Gemeinschaft unterstrich Berset das Engagement des Europarates für langfristigen Frieden und demokratische Sicherheit im Südkaukasus.
„Die Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan ist für eine dauerhafte Stabilität unerlässlich. Wir unterstützen nachdrücklich seinen schnellstmöglichen Abschluss“, so Berset. „Das nächste Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft, das Armenien 2026 ausrichten wird, ist ein starkes Signal für das regionale Engagement. Der Europarat wird weiterhin sein Engagement und seine Unterstützung demonstrieren, im Rahmen der Europäischen Politischen Gemeinschaft und darüber hinaus.“ (weiter)

