In einem ersten thematischen Bericht über die Umsetzung des Übereinkommens zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt („Istanbul-Konvention“) durch Frankreich begrüßt die Expertengruppe des Europarates (GREVIO) die Anstrengungen der Behörden in diesem Bereich und empfiehlt Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Reaktion von Polizei und Justiz sowie zum besseren Schutz und zur besseren Unterstützung der Opfer, insbesondere von Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind.
Der Bericht hebt die legislativen Fortschritte hervor, die den Schutz von Frauen, die Opfer von Gewalt in der Partnerschaft geworden sind, und ihrer Kinder verstärken, sowie die Einführung neuer Maßnahmen wie elektronische Überwachung, Sofortschutzanordnungen, neue Einrichtungen zur medizinischen Versorgung, Soforthilfe für Frauen, die einen gewalttätigen Partner verlassen haben, und das „Neuanfangspaket“. Außerdem wurde ein „Femizid-Protokoll“ für eine bessere Betreuung von Kindern, die Zeugen eines geschlechtsspezifischen Mords geworden sind, verabschiedet und die Hotline 3619 ausgebaut. (weiter)
Die GREVIO ist das unabhängige Expertenorgan, das für die Überwachung der Umsetzung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (bekannt als „Istanbul-Konvention“) durch die Vertragsparteien zuständig ist.
Der Vertrag steht neben den 46 Mitgliedsstaaten des Europarates allen Ländern der Welt zur Unterzeichnung offen und wurde bisher von 38 Staaten und der Europäischen Union ratifiziert und von weiteren sechs Staaten unterzeichnet.

