Zurück Sport muss fair, sicher und frei von unzulässiger Einflussnahme bleiben

In der aktuellen heißen Phase der Sommersportveranstaltungen betont der Europarat, dass die Integrität des Sports nicht verhandelbar ist
Die französischen und spanischen Herren-Nationalmannschaften im Jahr 2024. Die beiden Mannschaften treffen im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 in den USA erneut aufeinander

Die französischen und spanischen Herren-Nationalmannschaften im Jahr 2024. Die beiden Mannschaften treffen im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 in den USA erneut aufeinander

Milliarden von Menschen sind als Zuschauer dabei. Milliarden von Euro werden werden bei Wetten gesetzt. All das zählt aber nichts, wenn die Integrität des Wettbewerbs nicht gewährleistet ist.

„Die Integrität und Autonomie des Sports sind nicht verhandelbar“, so Generalsekretär Alain Berset. „Ein Wettbewerb muss nach den Spielregeln ausgetragen werden, frei von jeglicher Manipulation oder unzulässiger Einflussnahme von außen.“

Auf jede dieser Bedrohungen reagiert der Europarat mit einem Instrument.

Wie schützt der Europarat Ihren Lieblingssport?

Die Manipulation von Wettkämpfen ist das heimtückischste Problem. So sind beispielsweise sogenannte „negative“ Wetten besonders anfällig für Manipulationen, da bereits ein einzelner Spieler oder eine einzelne Aktion ausreichen kann, um eine Wette zu beeinflussen, ohne dass dies zwangsläufig Auswirkungen auf das Endergebnis eines Spiels hat. Die Macolin-Konvention des Europarats ist der einzige verbindliche internationale Vertrag, der darauf abzielt, diese Missbräuche zu bekämpfen.

Doping wiederum ist Betrug, um zu gewinnen. Es verzerrt die Leistung und untergräbt die Chancengleichheit der Sportler. Die Anti-Doping-Konvention des Europarates schützt die Gesundheit der Sportler und die Ethik des Sports. Es ist dies ein wegweisender Vertrag in einem Bereich, in dem es in der Vergangenheit zu zahlreichen Missbräuchen gekommen ist.

Dann gibt es noch das, was das Spiel selbst umgibt. Gewalt und Hass auf den Tribünen bedrohen die Sicherheit der Zuschauer. Mit der Konvention von Saint-Denis fördert der Europarat einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Sicherheit und Dienstleistungen, damit Stadien Orte bleiben, an denen Menschen zusammenkommen. Wer in Europa ein Stadion besucht kann sicher sein, dass diese Konvention die Grundlage für die Praxis des jeweiligen Vereins oder Turniers bildet.

„Den Sport vor unzulässiger Einflussnahme zu schützen bedeutet, den Zuschauern zu versichern, dass das, was sie sehen, echt ist. Es bedeutet auch, einen Grundsatz zu verteidigen, der über den Sport hinausgeht. In einem Wettkampf gilt, wie in einer Demokratie, für alle dieselbe Regel“, erklärte der Generalsekretär.

Angesichts des zunehmenden Drucks auf die Sportbewegung durch intensive Kommerzialisierung und geopolitische Rivalitäten bekräftigt der Europarat sein Bekenntnis zur Autonomie des Sports und stellt derzeit eine aktualisierte Empfehlung an seine Mitgliedstaaten fertig, in der er sich für einen kohärenten Ansatz im Einklang mit seinen Werten einsetzt.


 Mehr zur Macolin-Konvention

 Mehr zur Anti-Doping-Konvention des Europarates

 Mehr zur Saint-Denis-Konvention

 Mehr zum Erweiterten Teilabkommen über Sport

Europarat Strassburg 13. Juli 2026
  • Diminuer la taille du texte
  • Augmenter la taille du texte
  • Imprimer la page

Vor dem Schlusspfiff

Generalsekretär 19. Juli 2026 Strassburg

Erklärung von Alain Berset, Generalsekretär des Europarats, anlässlich des Weltmeisterschaftsfinales

Read More

Parlamentarische Versammlung verurteilt zunehmende Kontrolle von Inhalten im Sport

Parlamentarische Versammlung 26. Juni 2026 Strassburg

Entschließung fordert europäische Länder auf, den Zugang der Medien zum Sport zu unterstützen

Read More