Das Europäische Roma-Institut für Kunst und Kultur (ERIAC) – eine gemeinsame Initiative des Europarates, der Open Society Foundations und der Allianz für das Europäische Roma-Institut – hat seinen Tajsa-Preis für Roma-Kulturerbe 2025 an Selma Selman verliehen, eine bosnische Roma-Künstlerin, die in den Bereichen Performance, Malerei und Video arbeitet.
Ihre Arbeit hinterfragt vorherrschende Narrative und rückt die Erfahrungen der Roma in der Gesellschaft, insbesondere die der Roma-Frauen, stärker in den Blickpunkt. Selman ist auch Gründerin von „Marš u školu“ (Geh zur Schule), einer Bildungsinitiative, die Mädchen in ihrer Heimatstadt Ružica in Bosnien und Herzegowina unterstützt.
Der Tajsa-Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird und mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert ist, würdigt herausragende Roma-Künstlerinnen und -Künstler, deren Arbeit die kulturelle Zukunft der Gemeinschaft prägt. Die Finalistinnen und Finalisten dieses Jahres – Coco Reyes, Noell Maggini, Riah Knight, Sead Kazanxhiu und Selma Selman – repräsentierten ein breites Spektrum zeitgenössischer Roma-Kreativität in den Bereichen Bildende Kunst, Performance, Musik, Design und sozial engagierte Praxis.
Die Preisverleihung und die Gala des Tajsa 2025 fanden am 29. November im historischen Saal des Rumänischen Athenäums in Bukarest statt. Die Leiterin der Abteilung für Roma und Fahrende des Europarates, Eleni Tsetsekou, vertrat die Organisation bei dieser Veranstaltung.
Der Europarat und Roma und Fahrende [EN]

