Der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset, hat die offizielle Ausschreibungseröffnung für den Raoul-Wallenberg-Preis 2026 vorgenommen. Der Preis wird alle zwei Jahre für außergewöhnliche humanitäre Leistungen an eine Einzelperson, eine Personengruppe oder eine Organisation vergeben, die etwas Außergewöhnliches zur Verteidigung der Menschenrechte anderer vollbrachte.
Der Preis ist nach dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg benannt, der seine Stellung in Budapest dazu benutzte, Zehntausende ungarischer Jüdinnen und Juden vor dem Holocaust zu bewahren. Sein Handeln zeigt, dass der Mut und die Fähigkeiten eines Menschen tatsächlich etwas bewirken können, und es fordert uns alle auf, unsere Stimme zu erheben und aktiv gegen Verfolgung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus einzutreten. Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen endet am 31. Oktober 2025. Der Preis wird um den 17. Januar 2026 in Straßburg verliehen. (Der 17. Januar ist der Jahrestag der Verhaftung von Raoul Wallenberg durch sowjetische Streitkräfte im Jahr 1945. Wallenberg wurde nach seiner Verhaftung nie wieder lebend gesehen).

