In einem heute veröffentlichten neuen Bericht über Malta zieht die Expertengruppe des Europarates für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) Bilanz über die Fortschritte, die seit der Veröffentlichung des dritten Bewertungsberichts im November 2021 erzielt wurden, in dem die Umsetzung der Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels durch Malta untersucht wurde.
Malta, eines der ersten Länder, das die Konvention ratifiziert hat, hat in mehreren Bereichen Fortschritte erzielt. Die Behörden haben eine nationale Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels für den Zeitraum 2024–2030 verabschiedet, begleitet von einem Aktionsplan, der die früheren Empfehlungen der GRETA berücksichtigt. Durch Gesetzesänderungen wurde der Schutz gefährdeter Opfer gestärkt, insbesondere durch die Ausweitung der besonderen Befragungsbedingungen auf alle Kinder unter 18 Jahren, und wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Rechte von Migrierenden sowie zur Verhütung ihrer Ausbeutung eingeführt. Der Bericht würdigt die Bemühungen zur verstärkten Spezialisierung von Polizeibeamten, Staatsanwälten und Richtern, die für Fälle von Menschenhandel zuständig sind, sowie die Sensibilisierungskampagnen, die über die Medien und öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden. (weiter)
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Die Expertengruppe für die Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) ist ein unabhängiges Organ, das beurteilt, wie die Länder das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels umsetzen. Alle 46 Mitgliedsstaaten des Europarates sind durch das Übereinkommen gebunden, ebenso wie die Nichtmitgliedsstaaten Belarus und Israel.

