Zurück Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte öffnet Tore für die Öffentlichkeit

Initiative zur Förderung der Kenntnis einer Institution, die im Zentrum des europäischen Rechtssystems steht
Die spektakuläre Eingangshalle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist Teil der öffentlichen Führung durch die Einrichtung

Die spektakuläre Eingangshalle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist Teil der öffentlichen Führung durch die Einrichtung

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die neue Initiative „Ein Gericht, das allen offensteht“ gestartet und lädt die Öffentlichkeit ein, eine der führenden Menschenrechtsinstitutionen Europas durch regelmäßige Tage der offenen Tür in seinen Straßburger Räumlichkeiten kennenzulernen.

Ab September können Besuchende jeden ersten Freitag im Monat den Gerichtshof erkunden und exklusiven Einblick in seine Arbeit, Geschichte und Architektur erhalten. Die Initiative zielt darauf ab, das öffentliche Verständnis für die Rolle des Gerichtshofs beim Schutz der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit in ganz Europa zu stärken.

Im Dienste eines ganzen Kontinents – von einem architektonischen Wahrzeichen Straßburgs aus

Die Besuchenden werden dabei erfahren, wie der Gerichtshof Beschwerden von Einzelpersonen prüft, wie Urteile verkündet und umgesetzt werden und wie seine Rechtsprechung den Schutz der Grundrechte auf dem gesamten Kontinent mitgestaltet hat.

Außerdem erfahren sie mehr über das vom britischen Architekten Richard Rogers entworfene Gebäude, das zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Straßburgs geworden ist.

Unterstützung aus der Hauptstadt Europas

Das Projekt wurde vom Präsidenten des Gerichtshofs, Mattias Guyomar, und der Kanzlerin, Marialena Tsirli, zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Straßburg, darunter Bürgermeisterin Catherine Trautmann, vorgestellt.

Trautmann begrüßte die Initiative und erklärte: „Dass der Gerichtshof seine Tore öffnet, ist eine starke Geste und erinnert uns daran, dass Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Gerechtigkeit keine abstrakten Prinzipien sind, sondern Werte, die uns alle betreffen.“ Sie fügte hinzu, dass der Gerichtshof seit mehr als 65 Jahren zur Förderung der Grundrechte beiträgt und daran mitgewirkt hat, dass Straßburg zur „europäischen Hauptstadt der Menschenrechte“ wurde.

Ein Gerichtshof für 700 Millionen Menschen

Der 1959 gegründete Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellt sicher, dass die 46 Länder, die Vertragsparteien der Europäischen Menschenrechtskonvention sind, die in der Konvention garantierten Rechte und Freiheiten achten. Mehr als 700 Millionen Menschen unterliegen der Zuständigkeit des Gerichtshofs, und Einzelpersonen, die der Ansicht sind, dass ihre in der Konvention verankerten Rechte verletzt wurden, können beim Gerichtshof eine Beschwerde einbringen, wenn sie vor den innerstaatlichen Gerichten keinen Erfolg hatten.

Die monatlichen Tage der offenen Tür spiegeln das Engagement des Gerichtshofs wider, die Öffentlichkeit für seine Arbeit zu sensibilisieren und den Besuchenden eine bessere Kenntnis der Institution zu vermitteln, die im Zentrum des europäischen Rechtssystems steht.

Besuchende können die Ausstellung zum 75. Jahrestag der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie einige berühmte Teile des Gebäudes besichtigen, darunter die Gerichtssäle, in denen einige der wichtigsten Urteile des Kontinents verfasst wurden, und sogar erfahren, was das Design des Gebäudes metaphorisch bedeuten soll.


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Bildergalerie

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte Strassburg 18. August 2026
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