Der Stellvertretende Generalsekretär des Europarates, Bjørn Berge, hat an der 4. Generalversammlung der Organisation für digitale Zusammenarbeit (DCO) im jordanischen Amman teilgenommen. Er hielt eine Rede in der Sitzung, die dem Meinungsaustausch zwischen DCO-Mitgliedsstaaten, Gastländern und eingeladenen internationalen Organisationen gewidmet war. Berge betonte, dass bei digitaler Innovation und Entwicklung immer der Mensch an erster Stelle stehen müsse. Er rief die Staaten und internationalen Partner dazu auf, „KI und digitale Technologien sicher, verantwortungsbewusst, inklusiv und innovativ zu machen“, und stellte fest, dass „die heutige technologische Revolution eine ethische Revolution für alle ist“.
Dieselbe Botschaft äußerte der Stellvertretende Generalsekretär in einem Vortrag, den er bei einer Diskussionsrunde zur Zusammenarbeit zwischen der EU und der DCO hielt. Er wies auf die Tatsache hin, dass die Rechtsinstrumente des Europarates Staaten aus allen Regionen offen stehen und Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in den Bereichen KI, Computerkriminalität, Datenschutz und weiteren kritischen digitalen Bereichen schaffen. Er rief alle Länder dazu auf, sich dem Europarat anzuschließen – durch Schlüsselinstrumente wie das Rahmenübereinkommen über KI und das Übereinkommen über Computerkriminalität –, damit wir unsere digitale Zukunft gemeinsam im Einklang mit der Achtung der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit gestalten können.
Am Rande der DCO-Generalversammlung traf Berge mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für digitale Angelegenheiten Polens, Krzysztof Gawkowski, zusammen. Sie tauschten ihre Ansichten zu Fragen der Cybersicherheit und insbesondere zu der Notwendigkeit aus, die demokratischen Institutionen Europas vor Cyberangriffen, Desinformation und digitaler Manipulation zu schützen.
Darüber hinaus führte der Stellvertretende Generalsekretär zahlreiche Gespräche mit Ministerinnen und Ministern, Verantwortlichen und Vertreterinnen und Vertretern internationaler Organisationen sowie Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen aus dem Bereich der neuen Technologien.
Während seines Aufenthalts in Jordanien hielt Berge ein bilaterales Treffen mit dem Generalsekretär des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Vertriebene des Haschemitischen Königreichs Jordanien, Botschafter Majed T. Al-Qatarneh, ab, mit dem er die geopolitische Lage im Nahen Osten und mögliche Lösungen für einen dauerhaften Frieden in der Region erörterte. Außerdem tauschten sie sich über die solide technische Zusammenarbeit zwischen Jordanien und dem Europarat in Bereichen wie Datenschutz, Korruptionsbekämpfung und Bekämpfung der Computerkriminalität aus.

