Am 5. Mai hat der Stellvertretende Generalsekretär, Bjørn Berge, in Kristiansand, Norwegen, an der Europäischen Konferenz über Demokratie und Menschenrechte teilgenommen, die von der Stadt Kristiansand und dem Europarat organisiert wurde. Zu der Konferenz, die von I. K. H. Kronprinzessin Mette-Marit eröffnet wurde, kamen rund 300 Vertreter aus Regierung, Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der Jugend aus ganz Europa zusammen, um über die Zukunft der Demokratie in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu diskutieren. Auf der Veranstaltung fanden auch Diskussionen mit führenden Abgeordneten des Kongresses der Gemeinden und Regionen, der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) und des Nordischen Rats statt.
Bei der Eröffnung der Konferenz betonte der Bürgermeister von Kristiansand, Mathias Bernander, wie wichtig es sei, einen Dialog zu fördern, der über Grenzen und Überzeugungen hinweg zum Nachdenken anregt, inspiriert und verbindet. „Als Bürgermeister sehe ich jeden Tag, wie demokratische Werte in den Schulen, im Stadtrat und in den alltäglichen Handlungen des Respekts, der Beteiligung und des Engagements zum Tragen kommen“, merkte er an.
Der Stellvertretende Generalsekretär nahm gemeinsam mit dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) für Belarus, Nils Muižnieks, an einem Rundtischgespräch über die Zukunft der Demokratie und Stabilität in Europa teil. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die sich wandelnde Rolle der Vereinten Nationen und des Europarates in diesem Zusammenhang.
Der Stellvertretende Generalsekretär stellte fest, dass die Welt mit großer Unsicherheit und tiefgreifenden Umwälzungen konfrontiert ist. Die Zukunft erscheine uns weniger sicher, konfliktreicher und fragiler, als sie es für viele in der letzten Generation war. Die auf Regeln basierende internationale Ordnung, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Versprechen „Nie wieder“ aufgebaut wurde, könne nicht länger als selbstverständlich vorausgesetzt werden. „Deshalb muss ein multilaterales System, das von internationalen Organisationen wie dem Europarat, den Vereinten Nationen und der Europäischen Union unterstützt wird, gemeinsam auf Lösungen für die Herausforderungen hinwirken, vor denen wir stehen“, so der Stellvertretende Generalsekretär. (weiter)
Rede des Stellvertretenden Generalsekretärs, Bjørn Berge [EN]
Parlamentarische Versammlung weitere Nachrichten [EN]
Kongress weitere Nachrichten [EN]

