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Verwirklichung der Frauenrechte: Konferenz zur Koordinierung der Bemühungen zur weltweiten Umsetzung der Istanbul-Konvention

Französische Staatssekretärin Schiappa kritisiert Offensive gegen Frauenrechte
Europarat Straßburg 24. Mai 2019
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Marlène Schiappa, französische Staatssekretärin für die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung von Diskriminierung

Marlène Schiappa, französische Staatssekretärin für die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung von Diskriminierung

Die französische Staatssekretärin für die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung von Diskriminierung, Marlène Schiappa, hat heute eine Konferenz eröffnet, die auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und die „Überwindung der Kluft“ zwischen gesetzlichem Rahmen und praktischer Umsetzung beim Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen abzielt. An der Konferenz nahmen über 100 hochrangige Persönlichkeiten aus aller Welt teil.

„Wir können weder für die Gleichstellung der Geschlechter im Berufsleben noch für den Platz der Frau im öffentlichen Leben und in der Politik kämpfen, wenn wir nicht gegen sexualisierte und sexuelle Gewalt kämpfen“, erklärte Schiappa. Sie begrüßte die Arbeit des Europarates für die Gleichstellung von Mann und Frau.

„Noch kein Land der Welt hat völlige Gleichstellung erreicht. ‚Europa‘ ist allerdings ein wirksames Hilfsmittel, um die Frauenrechte überall zu fördern und zu schützen“, so die Staatssekretärin.

Schiappa kritisierte eine weltweite Offensive gegen die Frauenrechte und rief die Länder in Europa und darüber hinaus auf, die Istanbul-Konvention umzusetzen, um die Frauenrechte wirksam zu schützen. Frankreich hat ein Konzept für feministische Diplomatie auf den Weg gebracht und ist an den G7-Vorsitz mit dem Vorhaben herangetreten, die Istanbul-Konvention zu fördern und zu schützen, und zwar im Rahmen einer Kampagne zu ihrer Universalisierung.

Vor der Rede der Staatssekretärin richtete sich der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, an die Teilnehmenden und begrüßte, dass sie sich darüber austauschen, wie man dem Rückschritt bei den Frauenrechten, der „in mehreren unserer Mitgliedsstaaten festzustellen ist“, am besten begegnen kann. Dem Generalsekretär zufolge muss gezeigt werden, dass „die Frauenrechte eine bessere und gerechtere Gesellschaft für alle Menschen schaffen“ und dass „die Freiheit der Frau nicht zulasten des Mannes geht, sondern für ihn ein Vorteil ist“.

Er beglückwünschte die Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt für ihre Unterstützung für die Gleichstellung der Geschlechter und für ihren Einsatz zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen. „Wenn Sie zusammenarbeiten, werden Sie erfolgreicher sein; Sie werden Strukturen und Know-how aufbauen, mithilfe derer Sie die Gegner überzeugen und die Maßnahmen umsetzen können, welche die Frauenrechte in unserer Gesellschaft gewährleisten.“


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