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Hochwertige Jugendarbeit ist der Schlüssel zur Verhinderung einer „verlorenen Generation“ in Europa

Ministerkomitee Straßburg 1. Juni 2017
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Hochwertige Jugendarbeit ist der Schlüssel zur Verhinderung einer „verlorenen Generation“ in Europa

Für den Aufbau eines sozialen und gerechten Europas sind junge Menschen eine entscheidende Ressource. Europa muss sie strukturell unterstützen, um durch diese unabdingbare Investition seine Gegenwart und Zukunft zu sichern.

So lautet die Grundidee einer aktuellen Empfehlung der Mitgliedsstaaten des Europarates zum Thema Jugendarbeit, die das Ministerkomitee am 31. Mai 2017 verabschiedet hat.

„Die Zukunftsfähigkeit der europäischen Identität und der zentralen Werte des Europarates – Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – hängt von der Kreativität und der Kompetenz junger Menschen ab, von ihrem Engagement und Einsatz in sozialen Fragen und von ihrem Vertrauen in die Zukunft“, so das Ministerkomitee.

Die Jugend Europas ist in vielerlei Hinsicht in einer nicht einfachen Lage: Zu den Unwägbarkeiten des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsensein und zur Selbstständigkeit kommt, dass infolge des Anstiegs von Arbeitslosigkeit, Armut, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung den jungen Menschen geringere Chancen offenstehen. „Wenn man zulässt, dass aufgrund der derzeitigen Schwierigkeiten eine ‚verlorene Generation’ desillusionierter und passiver junger Menschen entsteht, besteht die große Gefahr, dass die Stabilität und der Zusammenhalt der Gesellschaft Schaden nehmen“, warnt das Ministerkomitee.

Hochwertiger Jugendarbeit kommt in dieser Hinsicht entscheidende Bedeutung zu, da sie kritisches Denken und das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert und die Widerstandsfähigkeit junger Menschen gegenüber negativem Einfluss und Verhalten stärkt.

Einige der Empfehlungen zur Verbesserung der Jugendarbeit lauten: ausreichende Ressourcen für diesen Zweck bereitzustellen, besonders auf lokaler Ebene; den Austausch bewährter Praktiken weiter zu unterstützen; und den gleichen Zugang aller zu Jugendarbeit zu fördern.

Außerdem wird empfohlen, einen kompetenzbasierten Rahmen für die Ausbildung und Schulung bezahlter und ehrenamtlicher Jugendarbeiter auszuarbeiten. Der Rahmen sollte bestimmte Schlüsselkompetenzen und ‑fertigkeiten beinhalten, die von Jugendarbeitern zu erwarten sind, als Grundlage für die Schulung der Jugendarbeiter dienen und die Zertifizierung und Anerkennung ihrer Kompetenzen erleichtern.