Generalsekretär Jagland hat die folgende Erklärung abgegeben:
„Ich bin äußerst beunruhigt über die heute getroffene Entscheidung des Gerichts in Simferopol, den Medschlis der Krimtataren zu einer ‚extremistischen Organisation‘ zu erklären und zu verbieten.
In einem Bericht, der kürzlich durch eine von mir auf die Krim entsandte Menschenrechtsdelegation erstellt wurde, hatte der Delegationsleiter, Botschafter Gérard Stoudmann, genau davor gewarnt, dass eine eventuelle Entscheidung, den Medschlis zu verbieten, ein Anzeichen für eine weitere Stufe der Unterdrückung wäre, die die krimtatarische Gemeinschaft als Ganzes trifft. Der Bericht, der vor Kurzem dem Ministerkomitee des Europarates vorgestellt wurde, verweist insbesondere darauf, dass die Einstufung des Medschlis als extremistische Organisation die Gefahr der weiteren Entfremdung der krimtatarischen Gemeinschaft und deren Isolation vom Rest der auf der Halbinsel lebenden Bevölkerung beträchtlich erhöhen würde.
Mit der heutigen Entscheidung des Gerichts ist diese Gefahr sehr hoch. Ich fordere die zuständigen Behörden daher auf, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um diese Entscheidung schnell rückgängig zu machen.“
