Zurück Gefängnis und Bewährung: Konferenz in Krakau untersucht Möglichkeiten zur Überwindung des übermäßigen Einsatzes strafrechtlicher Sanktionen

Ein Drittel der europäischen Gefängnisse ist von Überbelegung betroffen
Gefängnis und Bewährung: Konferenz in Krakau untersucht Möglichkeiten zur Überwindung des übermäßigen Einsatzes strafrechtlicher Sanktionen

Die europäischen Strafvollzugs- und Bewährungshilfedienste stehen bei der sicheren Betreuung von Personen in Haftanstalten oder außerhalb davon zunehmend unter Druck. Mit steigender Anzahl von Personen, die inhaftiert sind oder einer Sanktion unterliegen, die außerhalb von Gefängnissen zu vollziehen ist, wird es schwieriger, ihnen einen Weg der Rehabilitation anzubieten. Die Folgen der Überbelegung der Gefängnisse untergraben ihre Fähigkeit, ordnungsgemäß zu funktionieren und die Personen auf die Wiedereingliederung in die Gemeinschaft vorzubereiten. Ein Drittel der europäischen Strafvollzugsdienste ist von Überbelegung betroffen, so die Jährliche Strafstatistik des Europarates über die Gefängnispopulation (SPACE I) für 2024.

Direktorinnen und Direktoren von Strafvollzugs- und Bewährungshilfediensten aus den 46 Mitgliedsstaaten des Europarates sowie Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen, aus der Wissenschaft und aus der Praxis treffen sich am 24. und 25. September im polnischen Krakau, um die Fragen zu erörtern, mit denen Gefängnisverwaltungen und Bewährungshilfedienste konfrontiert sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der übermäßigen Anwendung strafrechtlicher Sanktionen.

Im Mittelpunkt der 30. Jahreskonferenz der Direktorinnen und Direktoren der europäischen Strafvollzugs- und Bewährungshilfeeinrichtungen, die vom polnischen Justizministerium und der polnischen Strafvollzugsverwaltung ausgerichtet wird, steht das Thema „Können wir die übermäßige Anwendung strafrechtlicher Sanktionen überwinden?“ (weiter)

 Programm der Konferenz [EN/FR]

Europarat Krakau (Polen) 24. September 2025
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