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Jugendaktionswoche: Junge Menschen rufen europäische Regierungen auf, Maßnahmen zur Neubelebung der Demokratie zu verstärken

Europarat Strassburg 5. Juli 2022
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© Council of Europe/KAPTA_PMOD

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Die Jugendaktionswoche des Europarates ist am Freitag, den 1. Juli 2022 zu Ende gegangen. Zum Abschluss riefen die Teilnehmenden die innerstaatlichen Regierungen zur Stärkung der Maßnahmen und Strategien zur Neubelebung der Demokratie unter Beteiligung junger Menschen auf. Die 450 jungen Menschen, die teilnahmen, betonten, dass die Behörden ihre Verpflichtungen einhalten und junge Menschen effektiv an der „Demokratisierung der Demokratie“ beteiligen müssen.

Die Rolle von demokratiepolitischer Bildung und Menschenrechtserziehung ist ein entscheidender Faktor, um die jüngeren Generationen ernsthaft zu beteiligen und sie mit der Verbesserung des demokratischen Prozesses zu betrauen. Die Teilnehmenden erinnerten zudem daran, dass die demokratische Kultur die Meinungsvielfalt und die Möglichkeit abweichender Auffassungen und friedlicher Proteste garantieren sollte und dass Konflikte in einer demokratischen Gesellschaft gewaltfrei gelöst werden sollten.

Entsprechend dem 50-jährigen Bestehen des Jugendsektors des Europarates umfasst der Aufruf zum Handeln 50 Punkte. Im Mittelpunkt stehen die vier Hauptthemen der Jugendaktionswoche. Unter anderem werden folgende Empfehlungen abgegeben:

Neubelebung der Demokratie und Zugang zu Rechten:

  • Gründung von Jugendräten, die tatsächlich Befugnisse und Einfluss besitzen, in jeder Gemeinde
  • Start von Menschenrechtswochen mit Aktionen und Interessenvertretung
  • Organisation von offenen Treffen zwischen politischen Trendsettern und jungen Menschen
  • Durchführung von Sensibilisierungskampagnen zur Verbindung zwischen Umweltkrise, psychischer Gesundheit und Demokratie

Sinnvolle Jugendbeteiligung:

  • Anwendung von Mitbestimmungsgrundsätzen (junge Menschen treffen gemeinsam mit Regierungen Entscheidungen) auf nationaler und lokaler Ebene
  • Unterstützung der Autonomie von Jugendorganisationen, einschließlich ihrer finanziellen Nachhaltigkeit und politischen Unabhängigkeit
  • Schutz der Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit und des Rechts auf Beteiligung junger Menschen
  • Unterstützung des Dialogs und des Austauschs durch Bildung und im Bildungsbereich

Digitalisierung:

  • Förderung der Jugendbeteiligung bei der Governance der künstlichen Intelligenz (KI) und bei der Internet-Governance
  • Einrichtung digitaler Plattformen zum Austausch zwischen jungen Menschen und Entscheidungstragenden
  • Gewährleistung des freien und leichten Zugangs zum Internet und zu Technologien für alle jungen Menschen
  • Verbesserung der Bildungssysteme durch Erziehung zur digitalen Staatsbürgerschaft und KI-Kompetenz sowohl in der formellen als auch der informellen Bildung

Friedensförderung:

  • Beteiligung von Jugendarbeitsfachleuten und Jugendführungskräften an Friedensprozessen
  • Schaffung von Räumen für junge Menschen, in denen sie durch gewaltfreie Methoden in einen Dialog eintreten können
  • Gleiche Berücksichtigung aller Konflikte in Europa (und darüber hinaus)

Der endgültige Text des 50 Punkt umfassenden Aufrufs zum Handeln ist ab Freitag, den 8. Juli auf der Website der Jugendabteilung verfügbar.


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