Junge Menschen sind der Motor, der die ländlichen Gebiete am Leben erhält. Die europäischen Staaten sollten ihr Bestes tun, um Hindernisse für die soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe der Landjugend zu beseitigen und neue Möglichkeiten für sie zu schaffen. Dies ist die Kernaussage einer neuen Empfehlung an die Mitgliedsstaaten, die vom Ministerkomitee des Europarates verabschiedet wurde.
Junge Menschen im ländlichen Raum sind eine wesentliche, aber wenig beachtete Gruppe. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen und kulturellen Erbes, zur wirtschaftlichen Dynamik, zum Schutz des sozialen Gefüges und zur demografischen Erneuerung ländlicher Gemeinden. Das Ministerkomitee stellt fest, dass einige große Schwierigkeiten die Vorteile des Lebens in ländlichen und abgelegenen Gebieten überwiegen können: geringere Beschäftigungsmöglichkeiten (insbesondere für Frauen und Mädchen), eine schwächere Infrastruktur (auch in den Sektoren Digitaltechnik, Energie, Verkehr und Information) und ein erschwerter Zugang zu hochwertiger Bildung, sozialen Dienstleistungen, Gesundheitsversorgung sowie sportlichen, kulturellen und Freizeitaktivitäten. Das Komitee ist auch besorgt über die geringere Beteiligung und Einbeziehung der Landjugend bei Entscheidungsprozessen und über das Fehlen von Jugendstrukturen und Jugenddiensten in ländlichen Gebieten.
Das Ministerkomitee nennt fünf vorrangige Aktionsbereiche: Stärkung eines geeigneten und barrierefreien Umfelds, Förderung des Engagements junger Menschen und der demokratischen Teilhabe aller, Stärkung von Jugendstrukturen, Gewährleistung des Zugangs zu hochwertiger formaler und nicht formaler Bildung und Schaffung wirtschaftlicher Möglichkeiten in ländlichen Gebieten. (weiter)

