Rund 12 Millionen Flüchtlinge haben in den 46 Mitgliedsstaaten des Europarates Schutz gefunden.
Anlässlich des Weltflüchtlingstags bekräftigen der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset, und der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, dass diese Solidarität ein wichtiger Ausdruck der gemeinsamen europäischen Werte ist, da Konflikte und Verfolgung weiterhin Millionen von Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingen.
„Der Schutz derjenigen, die keine andere Wahl haben, als vor Gewalt und Verfolgung zu fliehen, ist sowohl eine moralische Pflicht als auch eine rechtliche Verpflichtung“, erklärte Berset. „Diese Verpflichtung ist im Völker- und europäischen Recht verankert – vom Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge von 1951 bis zur Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Unser unerschütterliches Engagement für diese Grundsätze vereint den Europarat und wird weiterhin die demokratische Zukunft Europas prägen.“
Grandi fügte hinzu: „In einer Welt, in der Konflikte zunehmen, ist es nach wie vor von größter Bedeutung, dass die Staaten ihrer Verantwortung nachkommen, Menschen zu schützen, die zur Flucht gezwungen sind, und gleichzeitig ein Umfeld zu fördern, in dem sie sich entfalten und eine aktive Rolle spielen können, bis die Bedingungen es ihnen erlauben, sicher und in Würde nach Hause zurückzukehren. Ich begrüße die Arbeit des Europarates und fordere die europäischen Staaten auf, ihre Anstrengungen angesichts der beispiellosen Aufgaben, die die weltweite Vertreibung bedeutet, zu verstärken.“
Europarat und UNHCR, das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, arbeiten eng zusammen, um Länder in ganz Europa dabei zu unterstützen, den Schutz von Flüchtlingen zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf besonders schutzbedürftigen Gruppen wie Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen. (weiter)

