Von Montag, dem 6. November, bis Mittwoch, dem 8. November, kommen im Europarat in Straßburg Intellektuelle, Politikerinnen und Politiker, Aktivistinnen und Aktivisten, Fachpersonen und junge Menschen aus der ganzen Welt zum Weltforum für Demokratie zusammen, um darüber zu diskutieren, wie die Demokratie den Frieden besser garantieren kann. Der Titel der Veranstaltung „Demokratie = Frieden?“ ist eine hochaktuelle Frage in einer Zeit, in welcher der Krieg auf den europäischen Kontinent und in den Nahen Osten zurückgekehrt ist, die Demokratie bedroht ist, die Ungleichheiten zunehmen, die Politik sich polarisiert und die Regierungen vor neuen Aufgaben wie dem Klimawandel, Pandemien und der Verbreitung neuer Technologien stehen.
Das Programm für das diesjährige Weltforum umfasst „Forumsgespräche“ zu folgenden Themen: Die Wahrheit über Kriegsverbrechen: Nutzung elektronischer Beweismittel und offener Quellen; Erinnerung, Gedenkstätten und Geschichtsunterricht; Frauen, Demokratie und Frieden; Aufbau von Frieden und Demokratie über Grenzen hinweg; Ökonomie des Friedens; Scheitern des demokratischen Übergangs im Sudan; die internationale Gemeinschaft und die demokratische Unsicherheit; das Schaffen von Frieden und Demokratie lernen; Pressekarikaturist: ein Beruf in Gefahr; Kabul von innen; sieben Winter in Teheran; die vierte Regierungsgewalt: deliberative Demokratie.
Zehn Laborsitzungen, die die Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und einige bereits umgesetzte Maßnahmen vorstellen, sollen dazu beitragen, eine demokratische Antwort auf die während des Forums angesprochenen Themen zu finden. In der Abschlusssitzung am Mittwoch, den 8. November wird die beliebteste Initiative dieser Ideenlabore mit dem Europaratspreis für demokratische Innovation ausgezeichnet.
Das Forum wird vom Europarat in Zusammenarbeit mit der Stadt Straßburg, der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass, der Region Grand Est und der französischen Regierung organisiert.

