Vom 15. bis 16. Mai hat das Europäische Fremdsprachenzentrum (EFSZ), ein Teilabkommen des Europarates, in seinen Räumlichkeiten in Graz (Österreich) den Workshop „Erschließung von Bildungsmöglichkeiten für Gebärdensprachen in Europa“ (DeafSign) veranstaltet. Zu der Veranstaltung kamen internationale Sachverständige, politisch Verantwortliche sowie Fachleute aus 25 europäischen Ländern zusammen, die sich alle für die Förderung des Zugangs zu Bildung für benachteiligte gehörlose Lernende einsetzen – darunter gehörlose Gebärdensprechende mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund, gehörlose Kinder und ihre Familien sowie Gebärdensprechende, die in der Familie Gebärdensprache gebrauchen.
Die Teilnehmenden erörterten die wichtigsten Ergebnisse einer europaweiten Umfrage mit mehr als 160 Beiträgen aus dem Bildungswesen und den Gehörlosengemeinschaften, um Leitlinien, Empfehlungen und praktische Ressourcen für die frühkindliche und die Erwachsenenbildung zu entwickeln.
Zu den Empfehlungen, die bei dem Workshop diskutiert wurden, gehörte der Aufruf an von Gehörlosen geführte Organisationen und gehörlose Expertinnen und Experten, insbesondere mit diversem Hintergrund, sich von Anfang an maßgeblich an der Entwicklung von Gebärdensprachlernangeboten und Bewertungsinstrumenten zu beteiligen. Die Teilnehmenden arbeiteten auch an der Entwicklung von Schlüsselressourcen, insbesondere einer Reihe von Empfehlungen für politisch Verantwortliche zur Unterstützung eines qualitativ hochwertigen Gebärdensprachunterrichts. (weiter)

