In ihrem ersten thematischen Bericht begrüßt die Expertengruppe des Europarates für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO) die kontinuierlichen Fortschritte Schwedens bei der Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in mehreren Bereichen. Gleichzeitig nennt die Expertengruppe allerdings Bereiche, in denen die Behörden dringend Maßnahmen ergreifen sollten, um die Istanbul-Konvention vollständig umzusetzen.
Die GREVIO hebt die kontinuierlichen Fortschritte Schwedens bei der Kriminalisierung von Verhaltensweisen und der Einführung von Verpflichtungen hervor, die häufig über die Normen der Istanbul-Konvention hinausgehen. Dies trifft insbesondere auf die Kriminalisierung der „Verletzung der Integrität des Kindes“ und die Bekämpfung von Selbstmorden im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt zu.
Darüber hinaus wurden Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Zwangsheirat und davor, dass sie ins Ausland gebracht werden, um dort der Verstümmelung weiblicher Genitalien unterzogen zu werden, eingeführt.
Pressemitteilung
Gewalt gegen Frauen in Schweden: Fortschritte bei Gesetzgebung und Bildung, aber Berufsausbildung muss noch verbessert werden und bei Entscheidungen über das Sorgerecht und Recht zum persönlichen Umgang muss der Sicherheit von Frauen und Kindern mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden [EN]

