Die Expertengruppe des Europarates für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO) stellt bei einer Veranstaltung in Helsinki, die gemeinsam mit den finnischen Behörden organisiert wird, die Ergebnisse ihres Monitoring-Berichts zu Finnland vor. Die Veranstaltung findet anlässlich des 10. Jahrestags des Inkrafttretens der Istanbul-Konvention statt. Für die finnischen Behörden ist dies eine Gelegenheit, das öffentliche Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen im Land zu schärfen.
Die 80 Teilnehmenden werden den ersten thematischen Evaluierungsbericht über Finnland prüfen, wobei die Schlussfolgerungen der GREVIO in den breiteren Kontext des ersten Evaluierungszyklus gestellt werden, sowie die Stellungnahme der Behörden und der Zivilgesellschaft.
„Wir haben die Mittel, um gegen die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie gegen häusliche Gewalt vorzugehen. Dank der neuen Empfehlungen der GREVIO verfügen wir über zusätzliche Ressourcen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, das Bewusstsein zu schärfen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen werden dazu beitragen, allen Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen vorzubeugen, die Rechte der Opfer zu gewährleisten und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wie es die Istanbul-Konvention verlangt. Um diese Ziele zu erreichen, sind koordinierte Maßnahmen erforderlich“, sagte Unterstaatssekretär Pekka Puustinen bei der Begrüßung der Teilnehmenden an der Veranstaltung.
In ihrem thematischen Bericht begrüßt die GREVIO die wichtigen Schritte, die Finnland zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen unternommen hat. Trotz der erzielten Fortschritte hat die GREVIO allerdings Bereiche ermittelt, in denen die Behörden weitere Maßnahmen ergreifen müssen, um die Istanbul-Konvention vollständig umzusetzen.

