Zurück Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte veröffentlicht Jahresbericht

Trotz mehr Beschwerden hat der Gerichtshof seinen Rückstand im Jahr 2025 stark reduziert
Präsident Mattias Guyomar erörtert vor Journalisten den Jahresbericht des Gerichtshofs

Präsident Mattias Guyomar erörtert vor Journalisten den Jahresbericht des Gerichtshofs

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat seinen Jahresbericht für 2025 und einen Überblick über die wichtigsten im Laufe des Jahres behandelten Fälle veröffentlicht.

Der Jahresbericht fasst die Tätigkeit des Gerichtshofs im Jahr 2025 zusammen, das insbesondere durch den 75. Jahrestag der Unterzeichnung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) gekennzeichnet war. Er enthält zudem die neuesten Gesamt- und Länderstatistiken zu eingegangenen Beschwerden, erlassenen Urteilen und anhängigen Fällen.

Starker Rückgang der Zahl der anhängigen Fälle

Dem Bericht zufolge sind beim Gerichtshof im Jahr 2025 insgesamt 31.800 Beschwerden eingegangen, was einem Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtzahl der vom Gerichtshof beurteilten Beschwerden stieg um 5 %, von 36.819 im Jahr 2024 auf 38.573 im Jahr 2025. Rund 7.000 dieser Beschwerden wurden durch ein Urteil entschieden, der Rest wurde gestrichen oder für unzulässig erklärt.

Der Gerichtshof erließ im Jahr 2025 insgesamt 914 Urteile, in 816 davon wurde mindestens ein Verstoß gegen die EMRK festgestellt.

Die Zahl der beim Gerichtshof anhängigen Fälle ging bis zum Jahresende um 11 % auf 53.450 zurück – der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

Präsident Matthias Guyomar, der bei der Präsentation des Berichts vor Journalisten sprach, erklärte, dass lediglich rund 1,5 % der anhängigen Fälle direkt oder indirekt Migration betrafen.


 Vollständiger Bericht [EN]

 Einfluss der Europäischen Menschenrechtskonvention

 Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte [EN]


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