In einem neuen Bericht über einen Besuch im Jahr 2024 in der Autonomen Gemeinschaft Katalonien in Spanien äußert das Antifolterkomitee des Europarates (CPT) seine Besorgnis hinsichtlich einiger Misshandlungsvorwürfe, welche von Personen, die von den Mossos d'Esquadra – der katalanischen Regionalpolizei – festgehalten wurden, sowie von Gefängnisinsassen erhoben wurden. Das CPT fordert die Behörden erneut auf, die Praxis abzuschaffen, Häftlinge, einschließlich Minderjähriger, zu fixieren, indem sie mit Gurten an Betten gefesselt werden.
Das Hauptziel des Besuchs, der vom 25. November bis zum 5. Dezember 2024 stattfand, bestand darin, die Behandlung von Personen zu untersuchen, denen in Polizeidienststellen und Haftanstalten die Freiheit entzogen ist, wobei der Schwerpunkt auf Personen lag, die in „geschlossenen Abteilungen“, den sogenannten DERTs (Departaments Especials de Règim Tancat), untergebracht sind, sowie auf Personen, die mechanischen Zwangsmaßnahmen unterworfen sind. Außerdem untersuchte das CPT die Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die im Jugenderziehungszentrum Els Tillers inhaftiert sind.
Die meisten der befragten Personen gaben an, von den Mitgliedern der Mossos d'Esquadra korrekt behandelt worden zu sein. Eine Reihe von Personen, mit denen das CPT sprach, berichtete jedoch von körperlichen Misshandlungen in Form von Ohrfeigen, Faustschlägen und Hieben mit Schlagstöcken, die bei der Festnahme oder der Überführung auf eine Polizeidienststelle erfolgten. Der Bericht empfiehlt der Leitung der Mossos d'Esquadra, unter allen Mitarbeitenden eine Botschaft der Nulltoleranz gegenüber polizeilicher Misshandlung zu verbreiten. (weiter)

