Der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset, hat San Marino besucht, um der Zeremonie zur Amtseinführung der Capitani Reggenti beizuwohnen. Die Capitani Reggenti von San Marino, die als Staatsoberhäupter des Landes fungieren, werden alle sechs Monate vom Consiglio Grande e Generale gewählt. Diese jahrhundertealte Institution aus dem 13. Jahrhundert ist ein charakteristisches Merkmal des Verfassungssystems San Marinos und spiegelt seine alte demokratische Tradition wider.
Als offizieller Redner der Zeremonie hob Berset das reiche Erbe des Landes sowie seine heutige Rolle als starke Demokratie hervor, die den Werten des Europarates verpflichtet ist. Bei der Zeremonie im Palazzo Pubblico, dem Rathaus San Marinos, betonte er, wie wichtig es sei, die demokratische Widerstandsfähigkeit in ganz Europa zu stärken:
„Was Europa in diesem Moment des Umbruchs braucht, ist eine Form der Sicherheit, die auf Demokratie und feststehenden, berechenbaren Regeln beruht“, erklärte er.
Während seines Besuchs am 31. März und 1. April traf der Generalsekretär Außenminister Luca Beccari, die scheidenden Capitani Reggenti, Matteo Rossi und Lorenzo Bugli, sowie die neuen Capitani Reggenti, Alice Mina – bisher Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates – und Vladimiro Selva. Er gratulierte ihnen zu ihrer Wahl.
San Marino – die älteste Republik der Welt – gehört seit 1988 dem Europarat an und ist ein einzigartiges Modell der Demokratie, das auf der politischen Autonomie und Selbstverwaltung der Bürgerinnen und Bürger beruht und gleichzeitig ein entschlossenes Engagement für die internationale Zusammenarbeit beweist. Der Besuch unterstrich auch die enge und langjährige Zusammenarbeit zwischen San Marino und dem Europarat.

