Alle Entscheidungen über den zukünftigen Status Grönlands oder seine Beziehungen innerhalb des Königreichs Dänemark dürfen „nur vom grönländischen Volk und vom dänischen Volk“ getroffen werden, hat die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) erklärt.
Dies ist Teil einer Entschließung im Anschluss an eine Debatte zum Thema „Bedrohungen der internationalen Ordnung: Der Fall Grönland“. Als Grundlage der Debatte diente ein Bericht von Bertrand Bouyx (Frankreich, ALDE). Laut den Abgeordneten sind die jüngsten Drohungen der USA gegen die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs Dänemark – eines Mitgliedsstaats des Europarates – eine „grundlegende Gefahr“ für die internationale Ordnung.
Europa zeigt Entschlossenheit
„Die jüngsten öffentlichen Erklärungen, die den Erwerb, die Kontrolle oder die Übertragung von Territorium nahelegen, stellen etablierte internationale Normen infrage“, so die Abgeordneten. „Selbst wenn solche Aussagen als hypothetisch oder strategisch formuliert werden, besteht die Gefahr, dass sie die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität untergraben und zu einem Klima beitragen, in dem Druck und Transaktionslogik normalisiert werden.“
Die Versammlung begrüßte die „feste Entschlossenheit und die einheitliche Antwort der europäischen Staaten“ zur Unterstützung Grönlands und Dänemarks als Reaktion auf diese Bedrohungen. Die tiefen Verbindungen zwischen Europa und den USA haben gegenseitige Abhängigkeiten geschaffen, die „nur auf der Grundlage von Vertrauen, Berechenbarkeit und der Achtung gemeinsam vereinbarter Regeln und Werte“ aufrechtzuerhalten sind, fügte sie hinzu.
Schließlich forderten die Abgeordneten eine größere Sicherheit in der Arktis sowie ein stärkeres politisches Engagement und eine Aufstockung der Finanzmittel für die Sicherheit und die Institutionen Grönlands und Dänemarks.

